Volles Lager
Dabei verfügt „Kraft für Frauen“ über ein beachtliches Angebot an Wäsche und Epithesen.
„Zu Beginn unserer Aktivitäten hatten wir nur eine kleine Auswahl an Größen vorrätig. Nach einiger Zeit wurde schnell klar, dass eine große Auswahl an Produkten wichtig ist, um individuell zu versorgen. Wir sind der Fachhandel vor Ort und können durch direkte und persönliche Beratung punkten. Eine Bestellung aus dem Katalog sollte die absolute Ausnahme sein. Selbst gesunde Frauen tragen häufig die falsche Größe. Wir haben einen hohen Anspruch, dass auch alles passt und gut ausschaut. Erst heute morgen hatte ich eine Kundin, die fälschlicherweise ein A getragen hat. Benötigt hat sie aber ein C-Körbchen.“
Neben einer großen Auswahl an Wäschegrößen ist „Kraft für Frauen“ auch in der Lage, Betroffene mit maßgefertigten Epithesen versorgen zu können. Nicole Lemannczik: „Für die Versorgung mit Brustprothesen nach Maß sind wir schon sehr lange zertifiziert und haben ein besonderes Auge darauf, wann eine solche Versorgung Anwendung findet. Wenn wir also merken, dass wir mit einer Serienversorgung nicht weiterkommen, gehen wir den Weg gemeinsam und beantragen eine Maßbrustversorgung. Denn das muss bei den Krankenkassen gut argumentiert werden.“
Ein weiterer Versorgungspunkt, für den sich das Team bei „Kraft für Frauen“ einsetzt, ist der richtige Umgang mit Lymphproblemen nach der Operation. „Wir sensibilisieren die Damen, wenn sie zu uns kommen, ohne ihnen Angst zu machen. Aber viele wissen meist nicht, dass in Folge einer Brust-OP ein Lymphödem entstehen kann. Wir geben ihnen dann Tipps und Hinweise, zum Beispiel, dass man sich auf der operierten Seite kein Blut abnehmen lassen sollte. Oder dass ein Sturz Probleme hervorrufen könnte“, erklärt Nicole Lemannczik.
Um den Patientinnen eine vollumfängliche Aufklärung gewährleisten zu können, hat „Kraft für Frauen“ einen Flyer entworfen, der bereits in der Klinik verteilt wird. Nicole Lemannczik erläutert: „In unserem Flyer finden die Damen so etwas wie einen Lotsen für die Versorgung zur Orientierung was ihnen nach welcher Behandlung zusteht.“ Man müsse der Wundheilungsphase nach der Operation die nötige Zeit einräumen, so die Orthopädietechnikerin, bevor weitergearbeitet würde. Während der Heilungsphase achtet das Sanitätshaus darauf, dass erst gar keine Probleme mit Lymphflüssigkeit entstehen.
Und: „Wir sind im ständigen Austausch mit unseren Kundinnen und fragen sie, wie es läuft. Sie können aber auch jederzeit ins Geschäft reinkommen. Ich sage jeder Patientin, dass sie sich jederzeit bei mir melden kann. Denn die meisten Fragen kommen erst zuhause auf, wenn der Kopf Ruhe hatte.“