Die 691 Aussteller aus 38 Ländern, Verbände, Selbsthilfegruppen und die Messe Düsseldorf freuten sich über das Interesse an den Messeständen und bei den Fachforen. „Mit hervorragenden Innovationen der Aussteller, einem dichten Produktangebot und spannenden Vorträgen direkt aus der Branche feierte die weltgrößte Fachmesse für Rehabilitation und Pflege ihr Comeback als führende Leistungsschau. Im Mittelpunkt des Geschehens standen vor allem die persönlichen Gespräche und das aktive Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung, sowohl beim Erleben der Exponate als auch im Sport Center. Die Rehacare ist nah am Menschen dran“, resümierte Erhard Wienkamp, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf.
Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds waren neben vielen mittelständischen Unternehmen Topmarken wie Dietz, Kadomo, Meyra, Ottobock, Sunrise oder Thyssenkrupp auf der Rehacare vertreten. Auch in Sachen Internationalität konnte das Angebot der Rehacare mit einem gestiegenen Auslandsanteil punkten. Es reisten Messegäste aus über 80 Ländern an.
Viel diskutiert wurden neben dem Einsatz von Exoskeletten in der Reha, das Thema Teilhabe 4.0. sowie die barrierefreie Digitalisierung in der Arbeitswelt. Dr. Martin Danner, Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (BAG Selbsthilfe) freute sich über die zahlreichen Gespräche am Stand. Sein Resümee: „Das war ein gelungener Neustart für die Rehacare. Gerade die Selbsthilfegruppen waren sehr froh über die Austauschmöglichkeiten, die die Messe als Informations- und Dialogplattform bietet. Trotz digitaler Formate waren die Beratungsmöglichkeiten während der Pandemie für viele stark eingeschränkt. Ich war sehr beeindruckt von den auf der Rehacare präsentierten Innovationen. Dass diese mittlerweile nahezu alle Barrieren überwinden können, verändert die Diskussion um die Barrierefreiheit nochmals entscheidend“.
Rehacare: Aussteller zufrieden
„Die Rehacare hatte dieses Jahr eine besondere Bedeutung für Ottobock“, sagte Philipp Hoefer, Geschäftsführer Vertrieb & Marketing DACH Ottobock Healthcare Deutschland. „Wir haben dort erstmals unser Neuromobility-Konzept vorgestellt. Die ganzheitliche Versorgung von Patienten und Patientinnen mit neurologischen Indikationen ist das Zukunftsthema für die Branche. Das Interesse an den dazugehörenden Hilfsmitteln war riesig, besonders unser neuer Exopulse Mollii Suit hat begeistert. Der persönliche Austausch mit den Besuchern und Besucherinnen am Stand ist für mich und unser Team immer wieder inspirierend – endlich war dies auf der Rehacare wieder möglich.“
„Wir waren extrem froh dabei zu sein. Unser Stand wurde fast überrannt nach so einer langen Zeit. Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung uns so früh anzumelden“, bilanzierte Stefan Schäfer, Geschäftsführer / Managing Director Sales & Marketing DACH von Meyra.
Gesundheits- und Sozialminister Laumann zu Besuch
Auch prominente Gäste statteten den Ausstellern der Rehacare einen Besuch ab. So überzeugte sich der nordrhein-westfälische Gesundheits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann bei einem Messerundgang von der Innovationskraft der Unternehmen.
Die mehrfache Olympiasiegerin und Ausnahmesportlerin Kristina Vogel war am Stand von Trivida P+L Innovations anzutreffen: „In Deutschland haben rund 1/10 der Bevölkerung eine Behinderung. Die Welt da draußen ist bei Weitem nicht barrierefrei und daher benötigen Menschen mit einer Behinderung oder mit einem Pflegebedarf eben entsprechende Hilfsmittel. Auf einer Messe wie der Rehacare kann man sich informieren und Produkte vor allem auch ausprobieren. Darum ist sie als Plattform so wichtig und trägt entscheidend zur Teilhabe und Inklusion bei.“