Insgesamt kamen vom 28. September bis 1. Oktober rund 49.300 Interessenten zu Europas führender Fachmesse für Rehabilitation und Pflege, teilte die Messe Düsseldorf als Veranstalter mit. Zu ihnen gehörten auch etwa 8.000 internationale Fachleute aus Vertrieb und Import sowie aus den Reihen der Kostenträger. 916 Aussteller aus 36 Ländern stellten neue Hilfsmittel und Erkenntnisse vor, die Menschen mit Behinderung, bei Pflegebedarf und im Alter ein weitgehend selbstbestimmtes Leben ermöglichen sollen. Mit 32.000 Quadratmetern vermieteter Ausstellungsfläche verzeichnete die Rehacare das beste Ergebnis ihrer 39-jährigen Geschichte. Sie präsentierte sich in diesem Jahr wieder turnusmäßig mit einem umfassenden Angebot, das dem vor zwei Jahren entsprach.
"Die Rehacare profitiert von ihrer Rolle als internationaler Markt der Möglichkeiten, der Betroffenen, ihren Angehörigen und einem internationalen Fachpublikum einen umfassenden Überblick über alle Hilfsmittel bietet, die das Leben leichter machen", bilanziert Joachim Schäfer, Geschäftsführer Messe Düsseldorf. "Gleichzeitig ist unsere Fachmesse eine unverzichtbare Plattform für alle, die Information und Beratung suchen und sich mit Gleichbetroffenen austauschen möchten. Die Informationen zur häuslichen Versorgung von Pflegebedürftigen, der Kongress zur Quartiersentwicklung, aber auch die Diskussionen und Vorträge über zahlreiche behindertenpolitische Themen standen dabei in diesem Jahr ganz oben auf der Agenda." Dazu passt, dass laut Messe inzwischen deutlich mehr Besucher aus dem Pflegebereich zur Rehacare kommen. Insbesondere junge Menschen, die eine berufliche Laufbahn in der Pflege anstreben, nutzten die Fachmesse, um sich über Berufsbilder und Ausbildungswege zu informieren.
Gesetzesinitiativen sorgen
für Diskussion
Am Stand der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (BAG Selbsthilfe) war der Kabinettsentwurf zum Bundesteilhabegesetz, das die Rechte von Menschen mit Behinderung stärken soll, ein zentrales Thema. "Aus Sicht der Behindertenverbände sind hier noch deutliche Nachbesserungen vor allem mit Blick auf ein bundeseinheitliches Verfahren der Leistungsgewährung bei der Eingliederungshilfe notwendig", so Dr. Martin Danner, Bundesgeschäftsführer der BAG Selbsthilfe. "Aber auch die künftige Hilfsmittelversorgung durch das neue Heil- und Hilfsmittelgesetz sorgte an unserem Stand für reichlich Diskussionsstoff. Menschen mit Behinderung, die gesetzlich versichert sind, müssen von der Fülle an innovativen Hilfsmitteln, wie sie der internationale Markt bei der Rehacare präsentiert, angemessen profitieren. Es ist deshalb ein ermutigendes Zeichen, dass die deutschen Hilfsmittelhersteller sich verpflichtet haben, eine qualitativ hochwertige Versorgung über die Hilfsmittelverzeichnisse der Gesetzlichen Krankenkassen sicherzustellen."