Die Untersuchung basiert auf über 1.200 Fragebögen. Sie differenziert nach Kaufkraftregionen und 51 branchenrelevante Funktionen aus dem Sanitätshausbereich, der Orthopädie-Technik und -Schuhtechnik, Reha- und Medizintechnik, Homecare und den Bereichen Marketing & Vertrieb sowie Zentrale Dienste.
Der Vergleich mit der ersten Auflage im Jahr 2011 zeigt: Der Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte zeigt Wirkung. So gewinnen insbesondere in größeren Unternehmen variable Vergütungsbestandteile sowie Sonderleistungen mit Blick auf die Unterstützung der Altersversorgung an Bedeutung. Im Fokus stehen dabei die Fach- und Führungskräfte – "ein klares Signal in Richtung Gewinnung und Bindung von guten Mitarbeitern und weg vom Gießkannenprinzip", analysieren die Unternehmensberater.
Bestätigt werde dies durch einen Blick auf die 51 ausgewerteten Funktionen. In Bereichen mit hohen Qualifizierungs- bzw. Ausbildungsanforderungen (z.B. Meisterebene in der OT und OST) sind die durchschnittlichen Gehälter auf einem bereits hohen Niveau noch einmal gestiegen. Zudem gewinnen Sonderausbildungen, wie zum Beispiel zur "lymphatischen Versorgung", an Bedeutung für die Vergütungshöhe. Anders stellt sich die Situation im weniger qualifizierten Bereich dar. Bei Lagermitarbeitern oder Kräften in der Telefonzentrale beispielsweise tritt die Entlohnung im Vergleich zu 2011 auf einem niedrigen Niveau "auf der Stelle".
Sanitätsfachhandel: Einkommensschere verkleinert sich
Die Studie unterscheidet drei Kaufkraftgruppen. In der Gruppe 1 (Gebiete mit höchster Kaufkraft wie Düsseldorf) verdient z.B. ein Bereichsleiter in der Orthopädietechnik durchschnittlich 11.000 Euro brutto im Jahr mehr als in der Gruppe 3 (Gebiete mit niedrigster Kaufkraft, z.B. Chemnitz). Im Vergleich zu 2011 hat sich die Einkommensschere für die gleiche Tätigkeit zwischen den unterschiedlichen Kaufkraftgruppen jedoch merklich verkleinert.
Fazit von Volkmer Management: "Die Vergütungslandschaft im Sanitätsfachhandel gerät immer mehr in Bewegung. Dabei fehlt es den Betrieben häufig an Transparenz – nicht zuletzt, da es in dieser Branche keine einheitlichen Regelungen bzw. einen Tarifvertrag gibt. Für Unternehmen bedarf es eines individuellen Blicks auf spezifische Fakten und Trends in Abhängigkeit von der Region und den relevanten Funktionen, um in Sachen Vergütung wettbewerbsfähig zu bleiben."