Über eine Projektlaufzeit von zwei Jahren können TK-Versicherte, die in einer der 20 ausgewählten Alloheim-Pflegeeinrichtungen wohnen, das Angebot nutzen, teilen die drei Partner mit. „Dank gerätegestützter Telemedizin können Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner nun auch im Falle vieler medizinischer Probleme in ihrem gewohnten Umfeld gut versorgt werden und müssen nicht den Weg in eine entfernte Arztpraxis oder Klinik auf sich nehmen“, so Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK. „Neben Transportwegen und Ansteckungsgefahren im Wartezimmer entfällt auch der mit einer Fahrt verbundene Stress für unsere Versicherten, ihre Angehörigen und das Pflegepersonal.“
Ermöglicht wird die gerätegestützte Fernbehandlung durch das sogenannte Medkit mit zertifizierten Medizingeräten. Während einer Videosprechstunde kann die Pflegekraft beispielsweise die pflegebedürftige Person abhören oder ihren Blutdruck messen und die erhobenen Daten über die Medkit Doc-App in Echtzeit mit der teilnehmenden Ärztin oder dem Arzt teilen. So lassen sich auch komplexere Krankheitsbilder wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Atemwegsinfekte telemedizinisch diagnostizieren und behandeln.
Jens Neubert, CEO der Gomedicus-Gruppe, berichtet: „Unser Ziel ist es, qualitative hochwertige Versorgung deutlich orts- und auch zeitunabhängiger zu gestalten, sodass unsere Patienten medizinisch und wirtschaftlich nachhaltiger versorgt werden können. Beispielsweise kann vielen pflegebedürftigen Menschen der Weg ins Krankenhaus erspart werden. Wir starten in ausgewählten Alloheim-Einrichtungen, mit dem klaren Ziel, eine flächendeckende telemedizinische Versorgung aller Pflegeheimbewohner zu realisieren.“
Dr. Steffen Hehner, Geschäftsführer der Alloheim Gruppe, sagt: „Das Monitoring der Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner sowie die ständige Erreichbarkeit der Ärztinnen und Ärzte gibt unserem Pflegepersonal mehr Sicherheit in ihren Entscheidungen und Unterstützung in ihrer pflegerischen Qualität. Vom Einsatz der Telemedizin erhoffen wir uns deutlich reduzierte Einsätze von Rettungswagen und Krankenhausüberführungen, was in erster Linie weniger Belastungen für die zu Pflegenden bedeutet.“