In Zeiten, in denen die Krankenkassen die Erstattungspreise senken, zusätzlich immer mehr Dienstleistungen fordern und die Hersteller keine größeren Rabatte mehr geben, müssen sich Homecare-Unternehmen fragen, wie sie profitabel bleiben. Ein Unternehmen kann nur dann zukunftsfähig sein, wenn es seine Prozesse digital effizient gestaltet. Maßgeblich dafür ist die Auswahl der Branchensoftware. Welche Faktoren einer Software sind essenziell, um durch Digitalisierung langfristig den Unternehmenserfolg zu sichern? Was muss sie neben standardisierten Funktionen zusätzlich bieten?
Ein digitaler Prozess ist nicht gleich ein effizienter Prozess. Bevor Abläufe digitalisiert werden können, müssen sie analog richtig und sinnig sein. Legt etwa ein Außendienstmitarbeiter einen Patienten in seinem Außendienst-Tool an, liegen die Daten zwar digital vor, der Prozess ist jedoch keinesfalls effizient, wenn der Innendienst diese Informationen erneut in seinem System anlegen muss. Eine Software kann einen Prozess digital abbilden, dieser muss jedoch vorher schon effizient sein. Das gleiche gilt für Bestellungen. Um einen effizienten Prozess zu gestalten, muss ein nahtloser Fluss der Informationen gewährleistet werden, also das Außendienst-Tool per Schnittstelle direkt an das ERP-System angedockt sein. Natürlich sind auch gängige Funktionen einer Homecare-Software, wie Dokumentation, Produktbestellungen oder Chat essenziell. Wer die Arbeitsweise seines Unternehmens in ihrer Gesamtheit effizient gestalten will, sollte bei der Auswahl zusätzlich andere ausschlaggebende Faktoren beachten.
Branchensoftware: Profitabilität steigern
Die wichtigste Frage, die man sich bei der Auswahl stellen sollte, ist: Wie erhöht die Software die Wirtschaftlichkeit und Profitabilität des Unternehmens? Der Wareneinsatz ist ein Schlüsselpunkt. Produkte müssen anhand ihrer Wirtschaftlichkeit priorisiert werden. Zudem sollten nur Produkte auswählbar sein, die auf Basis des jeweiligen Krankenkassenvertrages auch abrechenbar sind. Der Effekt solcher Faktoren zeigt sich dann anhand des steigenden Deckungsbeitrags. Bei der alltäglichen Nutzung spielt zudem die Zeit eine Rolle. Mit vollständig digitalen Prozessen können pro Mitarbeiter täglich 30 bis 45 Minuten eingespart werden.
Vernetzung der Nachsorgestrukturen
Um Prozesse effizient zu gestalten, sollte über das eigene Unternehmen hinausgedacht werden. Mit welchen Organisationen muss ständig und vielfach kommuniziert werden und auf welchem Weg? Mit Ärzten oder Pflegeheimen kommunizieren Homecare-Unternehmen in den meisten Fällen per Fax.
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