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Frost & Sullivan

Wie sich der weltweite Gesundheitsmarkt 2018 entwickeln soll

Das Beratungsunternehmen Frost & Sullivan nimmt in der Studie „Global Healthcare Industry Outlook 2018“ den weltweiten Markt im Gesundheitswesen unter die Lupe.

Die Experten haben genau gerechnet: Trotz politischer Bedenken und dem wachsendem Druck, die Gesundheitskosten zu senken, werde die Industrie in diesem Jahr um 4,82 Prozent wachsen.

Zu den wichtigsten Vorhersagen in Bezug auf Wachstumschancen im globalen Gesundheitsmarkt in 2018 gehören laut Frost & Sullivan folgende Trends:

  • Das „X-als-Dienstleitung” (engl. X-as-a-Service) Modell wird neue Einkommensquellen schaffen, die für zukünftige Nachhaltigkeit in der Gesundheitsbranche sorgen werden;
  • Die Cloud wird zur wichtigsten Plattform, da sämtliche Stakeholder ihre Speicherflexibilität ausbauen müssen
  • Ein bedeutendes Technologieunternehmen wird aus dem Fast-Track-Programm der U.S.-amerikanischen FDA-Behörde im Bereich der digitalen Therapeutik und Gesundheits-Apps als führend hervorgehen;
  • Die Akzeptanz von virtuellen klinischen Studien und Fernstudien wird ansteigen und den Fokus auf Effizienz und auf den Patienten legen;
  • Robotertechnik in der Chirurgie und Pflegehilfe wird eine hohe Durchdringung in Krankenhäusern erreichen;
  • Die fortlaufende digitale Transformation und Smart City-Konzepte werden die notwendige Entwicklung von Krankenhäusern hin zu „intelligenten Krankenhäusern” verschieben, die Länder der Asien-Pazifik-Region werden in dieser Hinsicht führend sein;
  • Trotz der steigenden Investitionen durch Stakeholder im Gesundheitsbereich wird sich die Anzahl von Cyber-Angriffen in der Industrie in 2018 voraussichtlich verdoppeln;
  • Auf Anreizen basierende Wellness-Programme werden weltweit an Popularität gewinnen und auf der Basis von Dateneinsicht angebotene Anreize, die sich auf Versicherungsprämien auswirken werden, werden für Kundenbeziehungen zum Standard.

Das Mandat eines, mit Ausnahme von Großbritannien, europäischen digitalen Binnenmarktes wird dafür sorgen, dass bisher aufgeschobene Gesundheitspolitik wieder neu aufgerollt wird, wodurch sich die Sozialausgaben erhöhen und die derzeitigen drei Prozent der Gesundheitsbudgets überschritten werden. Großbritannien macht derzeit zehn Prozent der EU-Gesamtproduktion und -beschäftigung aus und die Folgen des Brexit werden darüber entscheiden, welcher Kurs bei ca. 12,3 Milliarden US-Dollar an Fördermitteln in den nächsten vier bis fünf Jahren eingeschlagen wird.

Länder wie Deutschland, Niederlande, Schweden, Dänemark, Norwegen und Finnland, die bereits eine weiter entwickelte IT-Infrastruktur im Gesundheitswesen etabliert haben, werden moderne Healthcare-IT-Anwendungen einsetzen, um Gesundheitsinformationen gemeinschaftlich nutzen zu können und dementsprechend die Investitionen in Terminologienormung und in klinische Standards zu intensivieren.

„Auch wenn es im vergangenen Jahr zu außergewöhnlichen Fortschritten im Gesundheitswesen kam, bleibt 2018 doch das Jahr der digitalen Gesundheitstechnologien, wie künstliche Intelligenz (KI), das Internet der Dinge in der Medizin, Big Data Analytics und Robotertechnik“, erklärt Frost & Sullivan Transformational Health Industry Analyst Kamaljit Behera. „Branchenfremde Unternehmen werden weiterhin mit Akteuren der Industrie kooperieren, um aus diesen Technologien nutzbare Anwendungen zu gewinnen, die die Wachstumsmöglichkeiten auf der ganzen Welt antreiben werden“

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