logo

Insight Health

Wie sich Medizinprodukte in der Apotheke verkaufen

Der Apothekeneinkauf von Medizinprodukten und Hilfsmitteln ist von Januar bis September 2020 um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen.

Nach Angaben des Informationsdienstleisters Insight Health beläuft sich der Apothekeneinkauf von Medizinprodukten und Hilfsmitteln auf 1,6 Mrd. Euro nach ApU (Abgabepreis pharmazeutischer Unternehmen).

Als Medizinprodukte gelten neben Geräten zur Diagnostik auch Verbandmittel und Pflaster, Produkte zur Injektion, Infusion und Transfusion, OP-Materialien sowie die enterale Ernährung. Zu den Hilfsmitteln gehören unter anderem Inhalationsgeräte und der Inkontinenzbedarf.

Mit einem Zuwachs von 125 Prozent auf 108 Mio. Euro Umsatz erzielten die Desinfizientia und Seifen, Handschuhe sowie Gesichtsmasken als Teilmarkt die größten Zuwachsraten. Eine eher rückläufige Tendenz verzeichnet hingegen der Inhalationsbedarf. Die Ursache hierfür dürfte der mit den Corona-Schutzmaßnahmen einhergehende Rückgang von saisonalen Erkältungskrankheiten sein.

Im Apothekenabverkauf entwickelt sich das Selbstzahlergeschäft für Inhalationsbedarf zwar mit einem Plus von 13 Prozent positiv. Jedoch fällt der Rückgang des Anteils der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) mit einem Minus von 14 Prozent ebenso deutlich aus, so Insight Health.
Verbandmittel und Pflaster legten zwischen Januar bis September 2020 an abgerechneten GKV-Verordnungen um 9,7 Prozent auf 234 Mio. Euro Umsatz zu.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

  • Apotheken fordern Unterstützung nach AvP-Insolvenz
  • Apotheken bewerten Telematikinfrastruktur uneinheitlich
  • Coronakrise trifft Apotheken hart
Tobias Kurtz / 11.11.2020 - 12:21 Uhr

© Sternefeld Medien GmbH