Gerade in dicht besiedelten Gebieten sind Apotheken häufig einem hohen Konkurrenzdruck ausgesetzt. Hinzu kommt der Wettbewerb mit Versandapotheken sowie mit Supermärkten oder Drogeriewarenhändlern, die häufig ebenfalls Produkte aus dem Gesundheitsbereich führen.
Um sich in diesem Wettbewerb behaupten zu können, setzen immer mehr Apotheken auf eine klare Differenzierung. Rund 49 Prozent der befragten 268 Apotheker verfolgt schon jetzt eine Differenzierungsstrategie, weitere knapp 15 Prozent planen dies für die Zukunft. Rund neun von zehn Teilnehmern geben an, dass eine Differenzierung wichtig sei, solange der heilberufliche Wesenskern der Apotheken erhalten bleibe.
Besondere Dienstleistungen und Beratungsangebote, die es bei der Konkurrenz nicht zu finden gibt, führen die Liste der Differenzierungsmerkmale an. Rund 80 Prozent der Befragten beurteilen diese als erfolgsversprechend. Ebenso viele setzen auf ein Herausstellen der besonderen lokalen Verbundenheit. Auch Sortiments- und Beratungsschwerpunkte stehen hoch im Kurs. Wenig erfolgsversprechend sind aus Sicht der befragten Apotheker Dachmarken und Bestpreisgarantien. Gerade einmal jeder Zehnte befürwortet eine Differenzierung über den Preis.
Der Konjunkturindex für die aktuelle Geschäftslage der Apotheken ist nach langer Durststrecke wieder im Aufwind. Im Februar knackte der Index erstmals seit April 2014 wieder die 100-Punkte-Marke und landet bei 101,9 Indexpunkten. Damit bewertet rund jeder vierte APOkix-Teilnehmer seine aktuelle Geschäftslage positiv und knapp 46 Prozent geben ein neutrales Urteil ab. Die Geschäftserwartung hingegen wird noch immer von den Negativstimmen dominiert. Der Indexwert landet im Februar bei 70,8 Punkten – nur jeder zehnte Befragte geht von einer verbesserten Geschäftslage aus.