Die Bauerfeind AG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück: Mit einem Jahresumsatz von 430 Millionen Euro verzeichnete der Hilfsmittelhersteller mit Hauptsitz in Zeulenroda-Triebes eine nach eigenen Angaben stabile Entwicklung. Um den weltweiten Bedarf an Bandagen, Orthesen, orthopädischen Einlagen und Kompressionsprodukten zu bedienen, investiert das Unternehmen an seinen deutschen Standorten in moderne Produktions- und Logistikstrukturen.
Ein zentraler Baustein ist dabei die Betriebsstätte Gera, die seit ihrer Gründung im Jahr 2019 stetig gewachsen ist. Mittlerweile fertigen hier 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Orthesen, Sportbandagen sowie Kompressionsstrümpfe für die Lip- und Lymphödemversorgung. Neben Fachkräften wie Maschinen- und Anlagenführern oder Textil- und Modenähern sind viele Quereinsteiger Teil des Teams.
„Wir denken viel darüber nach, wie unsere Produktion der Zukunft aussieht“, sagt Lars Eulitz, Betriebsleiter in Gera. „Deshalb investieren wir in moderne Technologien zur Effizienzsteigerung und in eine starke Belegschaft, um mit der Betriebsstätte Gera langfristig und stabil zum Unternehmenserfolg beizutragen.“ Bereits heute kommen fahrerlose Transportsysteme zum Einsatz, die die Mitarbeitenden im Fertigungsprozess entlasten.
Zeulenroda bleibt Herzstück der Infrastruktur
Der Standort Zeulenroda bleibt zentrale Drehscheibe für Produktion, Entwicklung, Verwaltung und Logistik. Von den weltweit rund 2.600 Beschäftigten arbeiten hier etwa 1.500. Im November 2025 fiel der Startschuss für den Ausbau der Zentrallogistik: Rund 30 Millionen Euro fließen in moderne Gebäude, intelligente Fördertechnik und hochautomatisierte Lagerlösungen.
Parallel dazu wird eine neue Energiezentrale errichtet, die ab 2026 die Versorgung des Standorts absichert. Die Investitionssumme liegt bei rund zehn Millionen Euro. Bauerfeind will damit die Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung des Standortes schaffen und bereitet sich auf künftige Herausforderungen in der Wirtschafts- und Gesundheitspolitik vor.
Auch in Gera wird weiter in die Infrastruktur investiert: Fassaden, Fenster und Aufzüge werden modernisiert, Produktionsflächen ausgebaut und Prozesse weiter optimiert. Mit einem eigenen Rohwarenlager und neuen Büroflächen ist die Betriebsstätte bereits heute auf weiteres Wachstum ausgerichtet.