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Bequemschuh-Symposium: „Die Wertvollen fressen die Blassen“

Bequemschuh-Symposium: „Die Wertvollen fressen die Blassen“

In Zeulenroda findet am 16. und 17. März das 4. Bequemschuh-Symposium statt. Das Motto der Veranstaltung der Berkemann-Gruppe lautet „Bequemschuhhandel - stationär pur oder nur noch digital?“.

„Wir sind froh, dass sich unser Symposium in den vergangenen Jahren als Branchentreff etabliert hat“, erklärte Berkemann-Geschäftsführer Thomas Bauerfeind in seiner Begrüßung. „Wohin bewegen sich die Kunden, der Handel und die Umsätze?“ Diese Fragen sollten in den beiden Symposiums-Tagen im Vordergrund stehen.

Einen Überblick über die Entwicklung des Onlinehandels bot Prof. Gerrit Heinemann von der Hochschule am Niederrhein in Mönchengladbach. „Online bleibt – und Online wächst weiter stark“, so der Experte. Es sei an der Zeit, dass sich der Handel endlich mit „der Feuerwalze Amazon“ auseinandersetze. Vor allem aber müsse der Handel Antworten auf die bald flächendeckende Verbreitung von Smartphones finden. „69% der Erwachsenen besitzen eine Smartphone und erwarten, dass sie es auch im Handel benutzen können.“ Insbesondere Informationen über Preis und Verfügbarkeit seien extrem wichtig. Dies setze jedoch einen mobil optimierten Online-Auftritt des Handels voraus. „Der stationäre Handel muss sich neu erfinden, um dem veränderten Kundenverhalten zu entsprechen“, sagte Prof. Heinemann.

„Es gibt mehr als Internet und online“, erklärte dagegen Norbert Hoffmann von e5 Marketing in seinem Vortrag. Der Experte sagte eine neue Funktion für die Innenstädte voraus. „Die City ist ein sozialer Raum, ein realer Chatroom.“ Diese Funktion müsse jedoch von den Akteuren, und dazu gehöre der Handel, gepflegt werden. Auch Leerstände könnten eine Chance sein, etwas Neues entstehen zu lassen. Allerdings werden es laut Norbert Hoffmann bestimmte Klein- und Mittelstädte schwer haben, eine hohe Aufenthaltsqualität in der Innenstadt herzustellen.

Olaf Hartmann erläuterte in seinem Vortrag den Haptik-Effekt – „The Power of Touch“. „Wir sind umgeben von einer Explosion der Technologie. Das hat aber auch eine Gegenbewegung zur Folge. Es gibt eine verstärkte Sehnsucht nach haptischen Erlebnissen“, so der Marketing-Experte. Es sei daher die Aufgabe des Händlers, multisensorisch zu kommunizieren. Es sei zum Beispiel in Studien nachgewiesen worden, dass die Kaufbereitschaft durch die Berührung eines Produktes steigt. „Geben Sie Ihre Kunden die Schuhe in die Hand“, so der Rat von Olaf Hartmann. „Länger berühren heißt mehr Erlös.“ Darüber hinaus müssten Produkte über ihre reine Funktion hinaus positiv aufgeladen werden. „Früher hieß es: Die Großen fressen die Kleinen oder die Schnellen die Langsamen. Heute gilt: Die Wertvollen fressen die Blassen.“

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/ 17.03.2015 - 09:11 Uhr

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