PSA-Kostenersatz, einseitige Weiterbildungsanforderungen durch den GKV-Spitzenverband sowie eine überbordende Bürokratie: So lauteten einige Themen, über die Vertreter und Mitgliedsunternehmen des Bundesverband Deutscher Hilfsmittelversorger am 23. Februar mit dem Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Gesundheitswirtschaft sowie Digitalisierung im Gesundheitswesen, Tino Sorge, gesprochen haben.
Die Mitglieder des Verbandes um seinen Vorstand Frank Rogge (Networcare) berichteten Tino Sorge praxisnah über den administrativen Aufwand und die Verfahrensvereinfachungen nach §127 Abs. 9 SGB V, teilt der Verband mit. Dabei sei deutlich geworden, dass die Verfahrensvereinfachung zur Durchführung und Abrechnung der Versorgung mit Hilfsmitteln mittels einheitlicher Regelungen in der Praxis auf Grund der Verweigerungshaltung der GKV defacto nicht stattfinde. Individuelle Kasseneigenheiten verursachten einen hohen administrativen Aufwand bei den mittelständischen Hilfsmittelversorgern. Ein Mitgliedsunternehmens brachte die Situation auf den Punkt: 339 Versorgungsverträge mit 52 Kostenträgern und 50 Betriebskrankenkassen.
Tino Sorge machte den mittelständischen Hilfsmittelversorgern beim Anschluss an die Telematik-Infrastruktur Mut. „Im Rahmen des Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetzes (DVPMG) soll im ersten Halbjahr dieses Jahres die bessere Einbindung der Pflege geregelt werden. Für mich versteht es sich von selbst, dass im direkten Zusammenhang damit auch der Sektor der Hilfsmittelversorgung an die TI angeschlossen werden sollte“, so der CDU-Politiker. Der BDHV betonte die Wichtigkeit des umgehenden Anschlusses an die TI, vor allem mit Blick auf den Bereich Entlassmanagement.
Über den Bundesverband Deutscher Hilfsmittelversorger
Der Bundesverband deutscher Hilfsmittelversorger e.V. (BDHV) wurde im Jahr 2019 gegründet am Standort Berlin mit Sitz im Haus der Bundespressekonferenz versteht sich als zentrale Interessenvertretung der Hilfsmittelversorger in Deutschland. Der Verband dient nach eigenen Angaben der Förderung, Vertretung und Durchsetzung der gemeinsamen Interessen seiner mittelständischen Mitgliedsunternehmen.
„Insbesondere in Zeiten, in denen die Digitalisierung auch im Gesundheitssektor immer mehr an Fahrt aufnimmt, wollen wir erreichen, dass Akteure wie Leistungsträger, überregionale Betreibergesellschaften und nicht zuletzt der Gesetzgeber die Hilfsmittelbranche viel stärker in den Blick nehmen“, sagt Frank Rogge, Gründungsvorstand des BDHV und Geschäftsführer der Networcare GmbH.