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Hilfsmittel-Versorgung

BVMed unterstützt gemeinsame Regeln der Krankenkassen

Der BVMed unterstützt den GKV-Spitzenverband, zu einheitlichen Regeln der Krankenkassen im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie auf die Hilfsmittel-Leistungserbringer zukommen.

„Wir brauchen gemeinsame und sinnvolle Regelungen, wie wir die Hilfsmittel-Versorgung durch unsere Homecare-Unternehmen und Hilfsmittel-Leistungserbringer sicherstellen können“, so Dr. Marc-Pierre Möll, Geschäftsführer des Bundesverbands Medizintechnologie BVMed.

Am 17. März 2020 erfolgte ein Abstimmungsgespräch beim GKV-Spitzenverband mit Vertretern aller Kassenarten. In den nächsten Tagen sollen auf dieser Basis Empfehlungen an die Krankenkassen für die Sicherstellung der Hilfsmittel-Versorgung in Corona-Krisenzeiten gegeben. Dabei geht es unter anderem um Fragen der Lieferung, Einweisung und Dokumentation der Hilfsmittel-Versorgung sowie um Fragen der ärztlichen Verordnungen und Abrechnung.

„Wir stehen hier in gutem Austausch mit dem GKV-Spitzenverband. Es ist wichtig, dass die Krankenkassen die gemeinsamen Empfehlungen auch einheitlich mittragen, damit die Homecare-Unternehmen Planungs- und Versorgungssicherheit haben“, so BVMed-Hilfsmittelexpertin Juliane Pohl.

Ziel der Maßnahmen muss es aus BVMed-Sicht sein, die Hilfsmittel- und Homecare-Versorgung auch unter den besonderen Umständen der Coronavirus-Pandemie zu gewährleisten und somit ambulante Versorgungsstrukturen zu sichern. Dies setze unter anderem voraus, dass die Ansteckungsrisiken für Patienten und versorgendes Personal minimiert und nicht notwendige Kontakte reduziert werden. Nur so könnten personelle Versorgungsengpässe bei Hilfsmittel-Leistungserbringern verhindert werden. Hierzu gehöre auch die Sicherstellung der Versorgung mit der entsprechenden Schutzausrüstung und Hygieneprodukten.

Unklarheiten

Unklarheiten, inwiefern unter den gegebenen gesetzlichen und vertraglichen Bedingungen diese Ziele erreicht werden können, gebe es bei Fragen der Versorgung von Patienten in Häuslichkeit oder Pflegeheim, bei Fragen der administrativen Vorgänge wie Verordnung und Abrechnung sowie sonstigen Unterschrifterfordernissen. Regelungen benötigt man zudem für den Übergang der Versorgung bei Quarantäne eines versorgenden Unternehmens zur kurzfristigen Sicherstellung der Versorgung. Der BVMed habe zu den jeweiligen Bereichen detaillierte Fragestellungen mit Maßnahmenvorschlägen erarbeitet.

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Tobias Kurtz / 19.03.2020 - 10:18 Uhr

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