Geplant ist, das E-Rezept, die elektronische Patientenakte sowie weitere digitale Anwendungen in die Versorgung einzuführen. Das teilte die Gematik mit.
Das Bewerber-Konsortium rund um das ÄrzteNetz Hamburg e. V. hatte Ende März für die Region „Hamburg und Umgebung“ den Zuschlag erhalten. Das Netzwerk vereint neben Arztpraxen, Kliniken und weiteren Einrichtungen des Gesundheitswesens auch Partner aus Industrie, von Verbänden und Versicherungen. Ziel ist, digitale Gesundheitsanwendungen zu erproben.
Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzhauer: „Durch den Start der Modellregion wird die zunehmende Digitalisierung im Gesundheitswesen für die Hamburgerinnen und Hamburger jetzt noch greifbarer. Anwendungen wie die elektronische Patientenakte haben einen konkreten Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger. Befunde und Medikationspläne können so gesammelt und digital den Arztpraxen oder Krankenhäusern schnell und unkompliziert zur Verfügung gestellt werden. Auch die Gesundheitseinrichtungen profitieren, wenn das Warten auf das Eintreffen von Vorbefunden per Post entfällt. Medizinische Informationen können so in der Modellregion digital sicher und direkt ausgetauscht werden.“
Ab Mitte September sollen Patientinnen und Patienten in Hamburg und Umgebung gezielt informiert werden, wie sie zum Beispiel ihre elektronische Patientenakte beantragen und anlegen oder ein E-Rezept mit App oder Gesundheitskarte einlösen. Außerdem soll KIM für den sicheren Datentransfer sektorenübergreifend gestärkt werden, also als Standard-Weg zum Beispiel für den Austausch von Arztbriefen zwischen Haus- und Fachärzten anstatt von Fax oder Post genutzt werden. Der nächste Schritt ist der Einsatz der ersten zugelassenen TI-Messenger im Herbst.
„Wir freuen uns, dass es jetzt in unserer ersten Modellregion richtig losgeht. Unser Ziel: eine gelebte digitale Medizin mit Anwendungen, die den Weg in die Versorgung finden und echte Mehrwerte für alle Beteiligte bieten. Die Zusammenarbeit und der Austausch mit Partnern und Nutzern in der Modellregion hilft uns dabei“, so Gematik-Geschäftsführer Dr. Markus Leyck Dieken.