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Zentrale Anlaufstelle

Erste Veranstaltung des Exoprothesennetz.SH

Erste Veranstaltung des Exoprothesennetz.SH

Auftakt des Exoprothesennetz.SH: Am 16. April sind im Wissenschaftszentrum im Kieler Wissenschaftspark über 100 Teilnehmer zusammengekommen.

Die Interessenten kamen aus den Bereichen Orthopädietechnik, Softwareentwicklung und additive Fertigung (3D-Druck). Auch Fachleute aus den Bereichen Gesundheitsmanagement und Rehabilitation sowie von Fachkliniken, Forschungs- und Pflegeeinrichtungen waren vertreten. Nicht zuletzt fühlten sich individuell Betroffene von der Veranstaltung angesprochen. Das Programm umfasste Vorträge sowie eine Gesprächs- und Vernetzungsrunde.

Die Netzwerkpartner aus Kiel und Umgebung haben sich zum Ziel gesetzt, amputierten Menschen über den Aufbau des interdisziplinären Prothesennetzwerks zu einer bestmöglichen Mobilität zu verhelfen. Außerdem wollen sie die Betroffenen motivieren, verstärkt am Alltag teilzuhaben (siehe GP 2/2018). Das Exoprothesennetz.SH soll als zentraler Ansprechpartner die Anlaufstelle bei Fragen zu medizinischen Problemen, körperlichen Beschwerden und prothetischen Lösungen sein. Außerdem will es patientenindividuelle Behandlungspfade aufzeigen.

“Unser Netzwerk bietet den ratsuchenden Patienten Unterstützung in jeglichen Aspekten ihrer Behandlung. Durch die Vernetzung der verschiedenen Disziplinen ermöglichen wir den Patienten ein breites Spektrum an Hilfestellungen über eine zentrale Anlaufstelle”, erklärt Netzwerkmanager Stephan Büchler, der als gelernter Orthopädietechniker, Prothesenträger und Leistungssportler die unterschiedlichen Perspektiven auf die Thematik aus erster Hand kennt. Angesichts der steigenden Anzahl von Diabeteserkrankungen, die die Hauptursache für Amputationen in Deutschland darstellen, werde dieses Thema künftig an Bedeutung gewinnen.

Exoprothesennetz.SH – Innovationsförderung vorantreiben

Zur Auftaktveranstaltung ist Mareike Chalkley ins Netzwerkmanagement eingestiegen, um das Projekt speziell mit Blick auf Innovationsförderung voranzutreiben. Sie ist nach 21 Jahren im Ausland in ihrer Heimatstadt zurückgekehrt. “In England habe ich in den vergangenen zehn Jahren Unternehmen und Ausbildungseinrichtungen im Projektmanagement und der Antragsstellung für britische und europäische Fördermittel beraten, speziell im Bereich Innovation. Das Exoprothesennetz.SH bietet Netzwerkpartnern eine ideale Plattform für Forschungs- und Entwicklungsprojekte.” Die nächste Veranstaltung des Exoprothesennetz.SH wird die Teilnahme an der OT-World in Leipzig sein. Dort stellt sich das Netzwerk mit einem frischen Logo vor.

Das Exoprothesennetz.SH hat aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gefördert Anfang November 2017 seine Projektarbeit aufgenommen. Das Netzwerkmanagement wird durch die Kieler Wirtschaftsförderung (KiWi) ausgeführt.

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