Barrierefreiheit ist kein Zusatz – sie ist Voraussetzung für digitale Teilhabe. Besonders im Gesundheitsbereich entscheidet sie darüber, ob Menschen Zugang zu Informationen und Services erhalten. Bereits vor Inkrafttreten des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) am 28. Juni 2025 erfüllt die App der Gesundheitsplattform Gesund.de die zentralen Anforderungen an digitale Zugänglichkeit, teilt der Betreiber mit.
Dabei will Gesund.de Vor-Ort-Apotheken, Praxen und Sanitätshäuser, die selbst ebenfalls gesetzlich zur Barrierefreiheit verpflichtet sind, entlasten: durch verständliche Informationen zu den neuen Vorgaben, Umsetzungsbeispiele und Aufklärung. Gleichzeitig profitieren an Gesund.de teilnehmende Apotheken konkret: Kunden können über die App bei ihrer Apotheke vor Ort bestellen, ohne Hürden, dafür mit digitalem Komfort und rechtssicher.
Digitale Barrieren: unsichtbar – aber oft ein Ausschlussgrund
Barrierefreiheit umfasst mehr als nur größere Schrift oder verbesserte Farbkontraste. Sie betrifft alle Menschen, die auf spezielle Unterstützung angewiesen sind, um digitale Inhalte zugänglich zu machen. Menschen mit Sehbehinderungen etwa nutzen Screenreader, die Informationen auf dem Bildschirm vorlesen. Ohne passende barrierefreie Markierungen (wie Alt-Texte für Bilder oder spezielle Beschreibungen für Schaltflächen) können diese Programme wichtige Informationen nicht erfassen – was dazu führt, dass Inhalte für Betroffene unsichtbar bleiben. Auch kleine Buttons, schlechte Kontraste oder eine komplizierte Navigation können eine unüberwindbare Hürde darstellen.
„Barrierefreiheit ist ein wichtiges Thema. Schön, dass es dafür bei Gesund.de jetzt auch eine Lösung gibt“, sagt Graf Fidi, Inklusionsbotschafter der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) der Aktion Mensch.
Im Rahmen des Projekts wurden seit Januar 2025 besonders relevante Bereiche der App auf Barrierefreiheit überprüft und optimiert. Dazu zählen das Onboarding, der Bestellprozess für rezeptfreie Medikamente (OTC), der Cardlink Flow sowie der Medikationsplan. Gleichzeitig wurden zentrale Designprinzipien überarbeitet – etwa Kontraste, Schrift- und Buttongrößen –, um die Nutzung noch intuitiver und zugänglicher zu gestalten. Die Gesund.de App ist zudem vollständig mit Screenreadern wie VoiceOver (iOS) und TalkBack (Android) kompatibel.
„Wer für alle denkt, denkt barrierefrei“, betont Maximilian Achenbach, Geschäftsführer von Gesund.de. „Als digitale Gesundheitsplattform tragen wir die Verantwortung, sicherzustellen, dass alle Menschen – unabhängig von ihren individuellen Bedürfnissen, Einschränkungen oder Fähigkeiten – gleichberechtigt auf unsere Services zugreifen können. Es geht uns nicht nur darum, gesetzliche Vorgaben zu erfüllen, sondern auch darum, ein bewusstes Umdenken bei unseren Partnern zu fördern und echte digitale Inklusion voranzutreiben.“
Gesund.de versteht sich als Partner der Apotheken vor Ort sowie der Praxen und Sanitätshäuser. Die barrierefreie Gestaltung der App soll nicht nur Patienten den Zugang erleichtern, sondern auch die digitale Sichtbarkeit und Erreichbarkeit der lokalen Gesundheitsexperten stärken.
Dr. Matthias Kühnle, Inhaber der Kirch-Apotheke in Hochdorf, sagt: „Wir sparen uns dank Gesund.de Kosten, die wir aufbringen müssten, um das Bestellformular auf unserer Webseite barrierefrei zu gestalten. Wir steuern den Traffic und die Bestellungen über Gesund.de – so profitieren unsere Kunden von der garantierten Barrierefreiheit bei gesund.de und wir als Apotheke haben durch diesen Service einen Spareffekt.“