Dr. Marc Hudy, Präsident der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen, verlieh Näder am Gesundheitscampus Göttingen die Urkunde. „Professor Hans Georg Näder ist ein Visionär im Bereich der Unternehmens- und Regionalentwicklung. Über Unternehmensgründungen, Forschungskooperationen und Bedarfe der regionalen Entwicklung ist Hans Georg Näder eng mit der HAWK verbunden.
Näder habe eine besondere Leidenschaft dafür, sein Wissen zu teilen und an junge Leute weiterzugeben. Im Anschluss an die Laudatio von HAWK-Vizepräsident Prof. Dr. Wolfgang Viöl hielt Näder seine Antrittsvorlesung zum Thema „Entrepreneurship, frühe Weichenstellung im Unternehmen, digitale Transformation.“
Hans Georg Näder habe als persönlicher Gesellschafter die Ausgründung der HAWK, Cinogy GmbH, seit ihrer Gründung im Jahr 2006 unterstützt. Nur durch sein kontinuierliches Engagement sei es dem Unternehmen Cinogy GmbH gelungen, aus einem Grundlagenpatent der HAWK, das im Jahr 2003 angemeldet wurde, das weltweit erste als Medizinprodukt auf Basis von kaltem Plasma, das PlasmaDerm, im Frühjahr 2013 zuzulassen, so Viöl. Mit diesem Gerät könnten durch seine Wundheilungseigenschaften Amputationen von Füßen und Beinen vermieden werden.
„Wir wollen den Studiengang der Orthobionik an der HAWK befeuern und den Bereich Entrepreneurship stimulieren. Wir ermutigen Studierende, auszugründen, unternehmerisch tätig zu werden. Und wir wollen versuchen, diese ganzen Querschnitte, die man hier am Standort Göttingen, in der ‚Stadt, die Wissen schafft‘, generieren kann – was ja Joachim Kreuzburg mit Sartorius so perfekt vormacht –, durch unsere Aktivität hier im Sartorius Quartier, durch mein Engagement an der HAWK und durch hoffentlich viele und erfolgreiche Projekte zu unterstützen.“
Hans Georg Näder
Anhand der Digitalisierung des Orthopädietechnik-Handwerks und der Entwicklungen von Ottobock beleuchtete Näder die Chancen und Potenziale der digitalen Transformation. So konzentriere sich Ottobock nicht mehr auf das Produkt selbst, sondern vor allem auf den Anwender. Ziel sei es, die Bedarfe der Anwenderinnen und Anwender zu kennen, um sie dann optimal versorgen zu können. Man müsse sich trauen, disruptiv zu sein und Innovation brauche immer auch Emotionen, ermutigt Näder. „Ich kann die Jüngeren nur ermuntern: Lernt und ihr könnt die Welt verändern. Wissen macht Spaß.“