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Spectaris begrüßt Vorstoß von Jens Spahn

Hilfsmittel-Ausschreibungen vor dem Aus?

Hilfsmittel-Ausschreibungen vor dem Aus? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (Foto: BMG)

Der Industrieverband Spectaris begrüßt die Ankündigung des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, künftig keine Ausschreibungen mit Hilfsmitteln mehr zuzulassen.

„Dies ist der richtige Schritt hin zu mehr Qualität in der Hilfsmittelversorgung, auf den wir schon lange warten“, erklärt Marcus Kuhlmann, Leiter des Spectaris-Fachverbands Medizintechnik, in einer Mitteilung. „Die Einführung von Ausschreibungen in der Hilfsmittelversorgung als Vergabeinstrument im Jahre 2007 hat zu oft zu einem reinen Preiskampf geführt. Dies ging vielfach zu Lasten der Qualität und damit nicht zuletzt zu Lasten der Versicherten.“

Spectaris zufolge will der Bundesgesundheitsminister, dass die Krankenkassen in Zukunft Rahmenverträge mit Hilfsmittelherstellern und Leistungserbringern abschließen, in denen Qualitätsstandards verankert sind. Die Änderung soll an das bereits als Kabinettsentwurf vorliegende Terminservice- und Versorgungsgesetz gehängt und könnte somit schon sehr zeitnah umgesetzt werden.

Jens Spahn hatte sich am Dienstag, den 18. Dezember, über den Kurznachrichtendienst Twitter geäußert. Patienten und Versicherte müssten sich darauf verlassen können, dass Gehhilfen und alle notwendigen Hilfsmittel gut und verlässlich sind.

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Tobias Kurtz / 20.12.2018 - 16:51 Uhr

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