Das Wachstum sei auch 2021 von Corona-Auswirkungen wie verschobenen Operationen, rückläufigen Arztbesuchen und weniger Verordnungen gedämpft worden, teilt die Beteiligungsgesellschaft mit. Gleichwohl stieg der Segmentumsatz um 4,6 Prozent auf 148,7 Mio. Euro. Insbesondere die Beteiligungen aus den Bereichen Zubehör für Rollatoren und Rollstühle sowie Bandagen und Kompressionsstrümpfe hätten ihre Umsätze erhöhen können. Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte 12,1 Mio. Euro (Vorjahr: 10,2 Mio. Euro). Indus ist im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik an den Firmen Ofa Bamberg, Rolko Kohlgrüber, Imeco, Mikrop und Raguse Gesellschaft für medizinische Produkte beteiligt.
Im neuen Geschäftsjahr will Indus Nachhaltigkeit als vierte strategische Initiative in seinem Strategieprogramm verankern. Die zu Jahresbeginn neu geschaffene Nachhaltigkeitsförderbank unterstützte aktuell fünf Projekte, darunter auch die Investition in einen mit Holzpellets betriebenen Dampfkessel für Ofa Bamberg.
Indus: Ausblick 2022
„Vor dem Ausbruch des Russland-Ukraine-Krieges haben wir für das Jahr 2022 eine weitere Normalisierung der Geschäfte unserer Portfoliounternehmen erwartet“, sagt Indus-Vorstandsvorsitzender Dr. Johannes Schmidt. „Das zeigt auch der gute Start der Beteiligungen ins Jahr 2022.“ Die wirtschaftliche Dynamik sei aktuell noch intakt und ein Großteil der Unternehmen blickt auf gute Auftragsbestände.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges seien Stand heute noch nicht absehbar. Der Vorstand geht im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik 2022 von einem jeweils leicht steigenden Umsatz und Ergebnis aus. Durch die Medizinprodukteverordnung sind die Unternehmen weiter mit hohen bürokratischen Anforderungen konfrontiert.
„Das Jahr 2022 wird die Geschäftsführungen und Mitarbeitenden unserer Beteiligungen erneut stark fordern. Die Unternehmen im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik können sich dabei auf ihre Erfahrungen in der Corona-Zeit stützen – sie haben ihre Resilienz unter schwierigen Rahmenbedingungen bewiesen.“
Dr. Johannes Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Indus-Gruppe