Wunden am diabetischen Fuß erfolgreich zu therapieren ist entscheidend, um Amputationen zu verhindern. Die besten Behandlungserfolge gelingen nur, wenn man die biomechanischen Ursachen für die Entstehung der Wunden versteht. "Warum entsteht eine Wunde genau da?", ist die richtungsweisende Frage, wenn es um die Therapieentscheidung geht. Die Antwort darauf geben will das Symposium "Das diabetische Fußsyndrom – Therapie nach dem Entitätenkonzept", das C. Maurer Fachmedien am 5. November 2016 in Köln veranstaltet. Es vermittelt Ärzten, Orthopädieschuhmachern und Podologen ein Therapiekonzept für die interdisziplinäre Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms.
Auf dem Symposium "Das Diabetische Fußsyndrom besser verstehen" werden die acht häufigsten Wunden und Wundlokalisationen (Entitäten) vorgestellt, mit denen die Orthopädieschuhtechnik zusammen mit der Fußchirurgie und Podologie zu tun hat. Im Fokus steht dabei die interdisziplinäre Behandlung: Diabetologe, Orthopädieschuhmacher, Podologe, Fußchirurg – wer macht was wann? Gezeigt wird, durch welche orthopädieschuhtechnischen und chirurgischen Maßnahmen die Entlastung der betroffenen Fußregion erreicht werden kann.
Vier Experten für die Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms stehen Rede und Antwort: Von ärztlicher Seite referieren Dr. Dirk Hochlenert, niedergelassener Diabetologe und Koordinator mehrerer interdisziplinärer Fußnetzwerke, und Fußchirurg Dr. Gerald Engels, Vorsitzender des Netzwerks Diabetischer Fuß Köln und Umgebung. Sie diskutieren mit den Orthopädieschuhmacher-Meistern Herbert Türk und Jürgen Stumpf, die die Grundprinzipien der modernen orthopädieschuhtechnischen Versorgung des diabetischen Fußsyndroms in Deutschland entwickelten.