logo

Kongress von RehaKIND und Focus CP

Kinderreha: „Wie können wir helfen?“

Kinderreha: „Wie können wir helfen?“ In interdisziplinären Sprechstunden standen Familien und Kinder mit Ärzten, Therapeuten und Technikern gemeinsam auf der Bühne und füllten große Veranstaltungssäle. (Foto: RehaKIND/Jan Kobel)

Interdisziplinäre Premiere: Erstmals veranstalteten Focus CP und RehaKIND einen gemeinsamen Kongress – mit großem Erfolg.

„Wenn es einem Kind nicht gut geht, müssen alle Disziplinen von Ärzten über Therapeuten und Techniker zusammenarbeiten und helfen.“ Mit diesem einfachen, aber treffenden Satz eröffnete der Neuropädiater Prof. Florian Heinen als einer der beiden Präsidenten den ersten gemeinsamen Kongress von Focus Cerebralparese und RehaKIND im historischen Kloster Fürstenfeld bei München. Der Kinderorthopäde Prof. Walter Strobl erklärte als zweiter Kongresspräsident: „Die Zeit ist reif für ein solches interdisziplinäres Format – mit Focus CP und RehaKIND wächst zusammen, was zusammengehört.“

Fast 1.300 Kongressteilnehmer, 150 Referenten und eine Fachausstellung mit 60 Versorgern, Verbänden und Dienstleistern: Der Kongress führte vom 6. bis 9. Februar 2019 das Wissen aus medizinischen Fachdisziplinen, der Orthopädie- und Rehatechnik, der Therapeuten sowie die Bedürfnisse der Betroffenen zusammen. Für das medizinisch-wissenschaftliche Fachprogramm zeichneten die Gesellschaft für Neuropädiatrie, die Vereinigung für Kinderorthopädie und die Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin verantwortlich. Die internationale Fördergemeinschaft RehaKIND steuerte Versorgungskonzepte, psychosoziale Aspekte und alltagsrelevante Themen wie Teilhabe, Sport und Schule.

Kinderreha: Zusammenarbeit auf Augenhöhe

„Wie geht es Dir, wie können wir helfen?“ In vielen Sessions wurde diese Frage als Leitmotiv für alle professionell mit behinderten oder chronisch kranken jungen Menschen Arbeitenden hervorgehoben. Es steht für eine Sichtweise, die sich an den Bedürfnissen und dem Alltag der Kinder und Jugendlichen orientiert. Seinen Ausdruck fand der Ansatz auch im Veranstaltungsprogramm. In interdisziplinären Sprechstunden standen Familien und Kinder mit Ärzten, Therapeuten und Technikern gemeinsam auf der Bühne und füllten große Veranstaltungssäle. In kleinen Workshops tauschten sich alle Aktiven auf Augenhöhe aus.

„Die überwältigend positive Rückmeldung der Kongressbesucher bestärkt uns darin, mit diesem Konzept auf dem richtigen Weg zu sein. Diejenigen, die das Kind lebenslang im Alltag begleiten, müssen wir ermutigen, sich zukünftig noch mehr bei diesem Kongress einzubringen“, fordert Christiana Hennemann von RehaKIND.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

  • RSR will Kinderversorgung stärken
  • FocusCP und RehaKIND veranstalten gemeinsamen Kongress
  • RehaKIND beklagt „Schildbürgerstreich“ des GKV-Spitzenverbands
Tobias Kurtz / 06.03.2019 - 16:07 Uhr

© Sternefeld Medien GmbH