Die Komfortschuhanbieter starteten optimistisch in die Orderrunde. Die Ergebnisse einer Umfrage des Schuhfachhandels-Magazin schuhkurier geben ihnen Recht. In den zurückliegenden Saisons hatten sich Komfortschuhe im Schuhhandel als „Fels in der Brandung“ erwiesen. Meist nicht spektakulär, aber oftmals sehr verlässlich.
Angesichts der aktuellen Lage, die weiterhin stark von Verunsicherung geprägt ist, dürfte diese Beständigkeit in den Augen vieler Händler ein Vorteil sein. So ist es zu erklären, dass in einer aktuellen Umfrage des Fachmagazins schuhkurier 37% der befragten Schuhhändler angaben, ihre Komfortschuhabteilung ausbauen zu wollen. Nur 3% wollen das Angebot reduzieren, während 60% keine Veränderung vornehmen wollen.
Die große Mehrheit der teilnehmenden Händler (79%) führt bis zu zehn Marken in ihrem Sortiment, bei 16% sind es bis zu 20 Marken. Top-Marken sind Ara, Gabor Comfort, Remonte und Waldläufer. Keine Überraschungen ergab die Frage nach den wichtigsten Schuhtypen im Komfortschuhsegment. Ein Quartett aus Sneakern, Sandalen, Pantoletten und Schnürhalbschuhen führt die Rangliste bei den Komfortschuhen an. Stiefeletten und Loafer spielen nur eine untergeordnete Rolle.
Komfortschuhe: das Orderverhalten
Allerdings wollen viele Händler ihr Orderverhalten anpassen. So gab ein Drittel der Teilnehmer an, in Zukunft weniger vor- und verstärkt nachordern zu wollen. Bei 43% lag der Vororder-Anteil zuletzt zwischen 50% und 75%, bei 38% der Händler lag der Vororder-Anteil sogar über 75%.
Als größte Herausforderung im Geschäft mit Komfortschuhen wurde die Konkurrenz durch den Onlinehandel genannt. Aber auch der Direktvertrieb der Hersteller bereitet zwei Dritteln der Unternehmer Probleme. Auf dem dritten Platz landet die Vergleichbarkeit des Sortiments.