Die Unternehmensberatung Volkmer Management erhebt seit vielen Jahren Studien zur betriebswirtschaftlichen Situation der Hilfsmittelleistungserbringer. Dabei nimmt sie auch den Bequemschuh-Bereich unter die Lupe. Mitinhaber und Geschäftsführer Thomas Schwarz nimmt im GP-Gespräch Stellung.
GP: Wie hat sich der Umsatz von Sanitätsfachhändlern und Orthopädieschuhtechnikern mit Bequemschuhen in den letzten Jahren entwickelt?
Thomas Schwarz: Nach unseren Recherchen beläuft sich das Marktvolumen im Sanitätsfachhandel und bei orthopädieschuhtechnischen Betrieben ziemlich konstant auf rund 100 Mio. Euro. Dabei stellen wir fest, dass es vielen Sanitätsfachhändlern im Gegensatz zu Orthopädieschuhtechnikern an der notwendigen Kompetenz in diesem Bereich fehlt. Sanitätsfachhändler verdienen in diesem Geschäftsfeld häufig nichts, sondern machen sogar Minus.
GP: Wie sieht die Situation bei Orthopädieschuhtechnikern aus?
Schwarz: Hier handelt es sich meist um angehängte Verkäufe an ein Rezept. Orthopädieschuhtechniker bieten Kunden, die sie mit Einlagen versorgen, gerne einen passenden Schuh an. Vor allem in kleineren Städten auf dem Land funktioniert diese Strategie, wenn die Kunden vor Ort keine großen Wahlmöglichkeiten haben.
GP: Schuhfachhändler können wegen der Corona-Pandemie seit über einem Jahr gar nicht oder nur unter Auflagen ihre stationären Geschäfte öffnen. Haben Sanitätsfachhändler und Orthopädieschuhtechniker ihren Bequemschuh-Umsatz steigern können?
Schwarz: Ich denke nicht. Im Lockdown haben vor allem Onlinehändler wie Zalando ihren Marktanteil ausgebaut. Die Kunden wollen generell nicht mehr lange auf ihre Produkte warten. Das gilt auch für Bequemschuhe.
Das komplette Interview lesen Sie in der Juni-Ausgabe von GesundheitsProfi.