Die Möglichkeiten zur nachhaltigen medizinischen Versorgung sowohl von Wunden als auch von Gefäßerkrankungen haben sich in der Vergangenheit deutlich verbessert. Davon zahlreiche Patienten profitieren.
Um die Vernetzung und den Wissenstransfer zwischen Kliniken, Ärzten und medizinischem Fachpersonal weiter aufrechtzuerhalten, fand am 18. Oktober im „Alten Elbehof“ bei Torgau das Kröger-Herbstsymposium 2023 statt. Die Veranstaltung wurde dem Motto „Wundversorgung & Kompressionstherapie – zwei, die zusammengehören“ vollauf gerecht.
Knapp 50 Teilnehmende durften die Organisatoren des Kröger-Firmenverbunds begrüßen. Als ein Highlight heben die Veranstalter die Fachmesse mit den Industriepartnern Essity, Hartmann, Lohmann & Rauscher, Medi, Mölnlycke, 3M, Amoena und Arion hervor.
Elke Derichs, Leiterin des zentralen Wundmanagements am Klinikum St. Georg in Leipzig, zeigte anhand teils krasser Praxisbeispiele auf, was passiert, wenn Menschen über lange Zeit ihre Körperpflege vernachlässigen und Wunden ignorieren. Sie erläuterte, mit welchen Methoden im Klinikalltag auch bei Extremfällen eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation herbeigeführt werden könnte.
Wundexpertin Vicky Paschen-Fechner stellte den Umgang mit vermeintlich harmlosen Einrissen fragiler Haut, den sogenannten Skin Tears, in den Mittelpunkt ihres Vortrags. Vor allem zeigte sie auf, welche schwerwiegenden Folgen es haben kann, wenn diese Wunden nicht korrekt versorgt werden. Sehr positiv war dabei die Interaktion mit den Teilnehmern des Symposiums.
Trotz ihrer Erkrankung hatte sich die Hauptrednerin Dr. Anya Miller, Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten aus Berlin, online zugeschaltet. Unabhängig von der örtlichen
Distanz gelang es der deutschlandweit anerkannten Lymph-Expertin eindrucksvoll, das Auditorium mit ihren fachlichen Ausführungen unter anderem zur Ödembildung rund um Ulcera mitzunehmen.
Zum Abschluss beschrieb die Physio- und Lymphtherapeutin Katja Peters aus dem Kröger-Firmenverbund, wie eine effektive Kompressionsversorgung ablaufen sollte. Dabei ging sie von der Wickelung über das medizinisch-adaptive Kompressionssystem (MAK) bis zur Strumpfversorgung in der Ödemtherapie auf alle relevanten Themenbereiche ein.