Ein Lauflabor, das war der lang gehegte Traum von Thomas Rohrberg, Geschäftsführer des Gesundheitsdienstleisters Reha aktiv 2000. Denn der passionierte Freizeitläufer weiß selbst, wie wichtig die richtige Ausrüstung und eine professionelle Beratung und Betreuung beim Laufen sein können. Schnell können Fehl- und Überbelastungen zu Beschwerden und Schmerzen führen, die das Weiterlaufen unmöglich machen. Ein Lauflabor könnte das im besten Fall verhindern. Vor ungefähr zwei Jahren war die Idee geboren. Mit Hilfe der Kooperationspartner Intersport Jena und Bauerfeind ist es jetzt Wirklichkeit geworden. Das Lauflabor Jena öffnete erstmals am 29. Januar mit einem Pre-Opening seine Türen für rund 60 geladene Ärzte.
Prof. Dr. Grau von der Universität Göteborg belegte an diesem Abend das hohe Beschwerderisiko der Läufer mit Zahlen aus klinisch biomechanischen Analysen: Mehr als 50 Prozent aller Läufer haben laut Grau innerhalb eines Jahres Belastungsbeschwerden. 70 bis 80 Prozent von ihnen an den unteren Extremitäten. Die Ursachen dafür können sehr vielfältig sein, zum Beispiel ungeeignete Schuhe, zu schwache Muskulatur, ein falscher Bewegungsablauf oder schlichte Überlastung. Hier setzt das Lauflabor Jena an: Als kompetenter Partner will es Läufern und anderen Sportlern aber auch Ärzten und Physiotherapeuten zur Seite stehen und ein zentraler Anlaufpunkt und Bindeglied werden.
Herzstück des Lauflabors Jena: die Laufanalyse
Dafür wartet das Lauflabor mit einem fachlich vielschichtigen Kompetenzteam und der Analyse- und Messtechnik von Bauerfeind auf: Auf einem Laufband zeichnen mehrere Kameras in zwei Ebenen die Bewegungen des Sportlers beim Laufen genau auf. Anhand von Referenzpunkten kann dann gezielt der Laufstil analysiert werden. Ergänzend können die Experten mit einer dynamischen Fußdruckmessung die Belastungssituation an der Fußsohle und eventuelle Druckspitzen erkennen. Auch die Venenfunktion in den Beinen und die Rückenhaltung kann unter die Lupe genommen werden.
Durch diese ganzheitliche Betrachtung lassen sich Schmerzursachen, Dysbalancen und potenzielle Probleme aufdecken und im Detail analysieren. Können Kompressionsstrümpfe, Einlagen, Bandagen oder die richtigen Laufschuhe helfen, werden die exakten Körpermaße des Sportlers in 3D mit Hilfe der Bauerfeind-Messplattform Bodytronic 600 gemessen, so dass das passgenaue Produkt direkt ausgewählt werden kann.
Kompetentes Team
Die Zusammensetzung des Mitarbeiterteams ermöglicht eine ganzheitliche Interpretation der Messergebnisse. Ein ehemaliger Profi-Basketballer, ein Orthopädietechniker, ein Sporttherapeut, ein Lauf- und Sportschuhspezialist sowie ein ärztlicher Beirat mit zwei Sportmedizinern sichern die fachlich übergreifende Kompetenz im Lauflabor. Außerdem ermöglicht das Netzwerk, dass Kunden auf verschiedene Weise ihren Weg ins Lauflabor finden."Es ist viel besser geworden, als ich es mir vorstellen konnte", freut sich Dr. Frank-Detlef Stanek, niedergelassener Arzt aus Jena und jahrelanger Projektbegleiter sowie Mitglied des medizinischen Beirats, über das fertige Lauflabor. "Die technische Ausstattung und die gebündelte fachübergreifende Kompetenz machen das Lauflabor Jena einzigartig."
Passender Standort
Auch der Standort des Lauflabors wurde bewusst gewählt: Mitten im kürzlich eröffneten Ambulanten Reha-Zentrum (ARZ) Gräfliche Kliniken gegenüber des Uniklinikums Jena ist das Lauflabor passend situiert. Hier gehen Rehabilitationspatienten sowie präventions- und gesundheitsbewusste Menschen täglich ein und aus. Das Ambiente des ARZ findet sich auch im Lauflabor wieder. Die moderne Raumgestaltung sorgt für eine angenehme und diskrete Atmosphäre.
Am 22. März öffnet das Lauflabor Jena offiziell seine Türen für den Endkunden. Mit einem professionellen Programm und vielen Überraschungen steht natürlich das Thema "Laufen" im Fokus.