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„Unabhängiger vom Weltmarkt“

Lohmann & Rauscher fertigt OP-Masken

Lohmann & Rauscher fertigt OP-Masken L&R produziert OP-Masken in Neuwied. (Foto: L&R)

Der Medizintechnik-Anbieter Lohmann & Rauscher (L&R) produziert seit Mitte August 2020 OP-Masken nach Anforderungen der EN 14683, Typ IIR, für das Gesundheitsfachpersonal.

Jede Woche liefert L&R nach eigenen Angaben 230.000 OP-Masken aus rheinland-pfälzischer Produktion an das Bundesministerium für Gesundheit. Vorgesehen sind die Masken, die unter dem Markennamen Sentinex Safety mit Ohrenschlaufen vertrieben werden, vor allem für die Nutzung in Kliniken und Praxen in Deutschland. Das Bundesministerium für Gesundheit wird nach eigenen Angaben vorerst voraussichtlich einer der größten Abnehmer der OP-Masken sein, die im Anschluss an die Anwender verteilt werden.
„L&R leistet mit der Produktion qualitativer, normierter OP-Masken in Neuwied einen wichtigen Beitrag zur Pandemieprävention. Wir reagieren damit flexibel und schnell auf die Marktanforderungen und unterstützen das Ziel der Politik, bei der Versorgung mit Schutzmasken unabhängiger vom Weltmarkt zu werden“, fasst Dr. Klemens Schulz, Chief Portfolio Officer L&R, den Entschluss zusammen, eine Produktionsanlage am deutschen Standort aufzubauen.
Neben Sentinex Safety bietet L&R einen weiteren Masken-Typus an: die Mund- Nasenschutzmaske Ratioline MNS, die exklusiv über Apotheken vertrieben wird.

Lohmann & Rauscher: Die OP-Maske im Detail


Die Sentinex Safety OP-Masken mit Ohrenschlaufen entsprechen der Leistungsstufe Typ IIR, die höchste Performance-Stufe. Die Norm stellt Anforderungen an die bakterielle Filterleistung, die Druckdifferenz, den Druck des Spritzwiderstands und an die Widerstandsfähigkeit gegen Flüssigkeitsspritzer. Die OP-Masken sind aus einer Materialkombination gefertigt, die Rücksicht auf den Tragekomfort (geruchsneutral, latex- und glasfaserfrei) nimmt. Die Übertragung von Bakterien und Partikeln aus dem Mund- und Gesichtsbereich des OP-Personals auf den Patienten wird durch die OP-Maske minimiert. Daneben schützt die OP-Maske das Personal vor Kontamination durch Partikel oder Flüssigkeitsspritzer. Die OP-Maske Sentinex Safety mit Ohrenschlaufen wurde gemäß MDR zugelassen.
Nach Lieferengpässen zu Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland reagierten die Bundesregierung, das Bundesgesundheits- und das Wirtschaftsministerium: Das BMG hatte am 2. April 2020 die Lieferung von persönlicher Schutzausrüstung ausgeschrieben, die auch ein Los zu Typ IIR Masken unter der Bedingung lokaler Produktion beinhaltete. Nachdem L&R den Zuschlag am 15. April 2020 erhalten hatte, erfolgte die erste Lieferung zum 15. August 2020. Bis Ende 2021 wird L&R in Summe 16,8 Mio. Masken liefern.
„Der Zuschlag durch die Bundesregierung bestätigt unsere Leistungsfähigkeit und Produktqualität. Wir haben die Produktion in sehr kurzer Zeit aufgebaut, profitieren nun zudem von kürzeren Transportwegen und positionieren uns vor allem in der Corona-Zeit als zuverlässiger Service-Partner von Arzt, Praxis und Krankenhaus“, sagt Mark Jalaß, Leiter der Division Vertrieb & Marketing Ambulanter Bereich & Handel Deutschland und Vorstandsmitglied im BVMed.

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