Mit Wirkung zum 1. Januar 2025 hat Lohmann & Rauscher (L&R) 49 Prozent der Anteile an der portugiesischen ADA-Gruppe übernommen. Nach der Zustimmung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden wurde die Transaktion Anfang September 2025 offiziell abgeschlossen. ADA ist ein europaweit tätiger Hersteller von Mull- und Vliesprodukten, Binden sowie Inkontinenz- und Einwegartikeln mit Sitz in Seroa, Portugal.
L&R verfolge mit der Beteiligung das Ziel, die Versorgungssicherheit im Segment der Verbandmittel durch eine vertiefte europäische Wertschöpfungskette zu erhöhen, so das Unternehmen in einer Mitteilung. ADA gilt als einziger wettbewerbsfähiger Hersteller von Mull- und Vliesstoffen mit vollständiger vertikaler Integration in Europa. Das Unternehmen fertigt alle Produktionsschritte – einschließlich Maschinenbau – inhouse.
„ADA ist ein wichtiger Akteur in der Branche und ein idealer Partner für uns. Diese Zusammenarbeit markiert den Beginn eines gemeinsamen, nachhaltigen Wachstums – wir bündeln nun unsere Kräfte“, kommentiert Holger Mägdefrau, CFO von L&R. Durch die Partnerschaft wolle man die Präsenz auf dem portugiesischen und spanischen Markt ausbauen, die Produktionskapazitäten erhöhen und die Unabhängigkeit in Europa stärken.
Fokus auf Qualität, Wachstum und europäische Fertigung
Die ADA-Gruppe beschäftigt rund 420 Mitarbeitende. Mit der Beteiligung steigt die Gesamtzahl der Beschäftigten bei Lohmann & Rauscher erstmals auf über 6.000.
„Die Allianz mit L&R ist ein wahrhaft historischer Moment für die ADA-Gruppe. […] Gemeinsam setzen wir uns für Exzellenz und Nachhaltigkeit ein und schlagen ein neues Kapitel des Wachstums, der Innovation und der Expansion auf“, so Marta Andrade, CEO der ADA-Gruppe.
L&R sieht in ADA einen strategisch wichtigen Baustein zur Absicherung der Lieferkette im Bereich standardisierter Medizinprodukte. Die Zusammenarbeit soll auch die europäische Fertigungskapazität stärken und langfristig den Zugang zu hochwertigen Produkten im Gesundheitswesen sichern.
Lohmann & Rauscher zählt mit über 50 Konzerngesellschaften und einem Umsatzvolumen von 812,7 Millionen Euro im Jahr 2024 zu den führenden Anbietern von Medizinprodukten weltweit. Die neue Partnerschaft ergänzt das bestehende Netzwerk aus Produktions- und Logistikstandorten in Europa.