An zwei Tagen hieß es bei Ofa Bamberg „Kamera läuft“ – ein ungewohntes Ereignis, denn aufgrund der Corona-Pandemie musste das 3. Interdisziplinäre Lymphsymposium digital stattfinden. Dazu richtete der Hilfsmittelspezialist am Firmensitz ein Filmstudio ein, um die Veranstaltung live zu streamen. Neben Moderatorin Michaela Lundius kamen die meisten Referenten nach Bamberg. Unter Einhaltung eines strengen Hygienekonzepts konnte so die Live-Übertragung professionell betreut werden. Die digitale Variante hatte zudem den Vorteil, dass sich Referenten zuschalten konnten. Dr. Christian Ure, Facharzt für Innere Medizin und Angiologie an der Lymphklinik Wolfsberg (Österreich), präsentierte beispielsweise den Teilnehmenden die Differenzialdiagnostik bei Lipödem aus seinem Besprechungsbüro in Österreich, teilt Ofa Bamberg mit.
Fachärzte aus Deutschland präsentierten dem breiten Publikum aus Sanitätshaus-Mitarbeitern, Physiotherapeuten, Fachärzten und Selbsthilfe-Gruppenleiterinnen Einblicke in die aktuelle Lipödem-Forschung. So widmete sich Dr. Deling aus Düsseldorf dem Thema Ernährung bei Lipödem. Diese solle „effektiv, sicher, schnell, einfach und preiswert“ sein, damit die Ernährung verinnerlicht und zur Gewohnheit werden wird. Mindestens solle auf industriellen Zucker und 405-Weizenmehl verzichtet werden, um die Symptome zu lindern, so der Facharzt für Unfallchirurgie. Seinen Patienten empfehle er eine kohlenhydratarme, basische Ernährung, die am besten in Intervallen zu sich genommen wird.
Als Höhepunkt der zweitägigen Veranstaltung hebt Ofa Bamberg den Vortrag der Lipödem-Betroffenen und Buchautorin Isabel Garcia hervor. In ihrem rund 45-minütigen Auftritt zog sie die Aufmerksamkeit auf sich und sorgte für einen Komplimente-Hagel im Live-Chat. Sie berichtete über ihre Erfahrungen mit der Erkrankung, von Höhen und Tiefen und von der lebensverändernden Entscheidung, „mit dem Lipödem zu leben, nicht für das Lipödem!“ Ihre positive Ausstrahlung übertrug sich auf die Zuschauer und hinterließ ein anhaltend positives Gefühl.