Orbisana übernahm zum 1. Februar 2023 sowohl den deutschlandweiten Versandhandel von Vidi als auch deren Sanitätshäuser in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen, heißt es in einer Unternehmensmitteilung der Weltbild D2C Group, zu der Orbisana gehört. Somit werde zum einen die bundesweite Belieferung und Versorgung durch die Orbisana als Komplettversorger mit Medizinprodukten und medizinisch-technischen Hilfsmitteln ausgebaut. Zum anderen werde die Versorgung von Patienten in den bestehenden Sanitätshäusern in Dortmund, Lünen, Erfurt, Buchholz und Hamburg sichergestellt und erweitert.
„Mit der Übernahme der Vidi setzt die Orbisana ihre Wachstumsstrategie fort. Sie kann so weitere Neupatienten hinzuzugewinnen und ihre Eigenmarken im Home-Care-Bereich ausbauen. Unser Netz von Sanitätshäusern sowie die digitale Gesundheitswelt wachsen weiter“, betonen die Geschäftsführer der Orbisana GmbH, Jörg Riemann, Dennis Priester und Roland Waniek: „Wir freuen uns, dass durch die Übernahme das Know-how insbesondere am Standort Jena erhalten bleibt und 51 Arbeitsplätze gesichert werden können.“
Vidi war nach dem Einstieg der Signa-Gruppe um den Kaufhof/Karstadt-Investor René Benko und einer Expansion mit 44 Filialen in Karstadt- und Kaufhof-Kaufhäusern in wirtschaftliche Schwierigkeiten gekommen. In Folge der COVID-19-Pandemie und der ersten Insolvenz von Karstadt/Kaufhof zog sich die Signa-Gruppe zurück und die soeben eröffneten Filialen wurden wieder geschlossen.
Der Insolvenzverwalter der Vidi GmbH, Rechtsanwalt Kai Dellit aus der Kanzlei HWW Hermann Wienberg Wilhelm, sagt: „Unser Ziel war und ist die uneingeschränkte und lückenlose Versorgung der Patienten, die teilweise auf eine Belieferung innerhalb weniger Stunden beispielsweise mit Inhalationsgeräten angewiesen sind. Dies ist schon während des über drei Monate andauernden vorläufigen Insolvenzverfahrens gelungen und kann aufgrund der übertragenden Sanierung auf Orbisana nun auch künftig sichergestellt werden.“