Der Prothesen-Hersteller Ottobock hat im Geschäftsjahr 2025 ein Umsatzwachstum von 11,7 Prozent erzielt. Die Umsatzerlöse im Kerngeschäft beliefen sich auf 1.599,7 Mio. Euro (2024: 1.432,5 Mio. Euro). Das organische Wachstum lag mit 10,6 Prozent innerhalb der prognostizierten Spanne. Das bereinigte EBITDA stieg auf 415,3 Mio. Euro (2024: 320,6 Mio. Euro), die entsprechende Marge verbesserte sich um 3,6 Prozentpunkte auf 26,0 Prozent.
Der bereinigte Konzerngewinn erhöhte sich um 83,2 Prozent auf 177,3 Mio. Euro (2024: 96,8 Mio. Euro). Nach Sondereffekten lag der Konzerngewinn bei 88,3 Mio. Euro, das Ergebnis je Aktie bei 1,44 Euro (2024: 0,48 Euro). Der Free Cashflow stieg um 23,7 Prozent auf 228,0 Mio. Euro, während sich der Verschuldungsgrad auf 2,3x verringerte (2024: 3,5x).
„Die Geschäftszahlen spiegeln den Erfolg unserer Arbeit wider. Wir haben uns 2025 über Marktniveau entwickelt. Die Kombination aus innovativen Technologien, Nähe zu unseren Anwendern und integrierter Wertschöpfung bildet die Basis auch für unseren zukünftig Erfolg“, sagt Oliver Jakobi, CEO der Ottobock SE & Co. KGaA.
Wachstum in allen Regionen und Segmenten
In der Region EMEA, dem größten Segment, stieg der Umsatz um 12,7 Prozent auf 1.149,2 Mio. Euro. Wachstumstreiber waren unter anderem neue Produkte wie das mechatronische Prothesen-Kniegelenk Genium X4 sowie Erweiterungen im Produktportfolio und Akquisitionen im Bereich Patient Care.
Das Segment Americas verzeichnete ein Umsatzplus von 9,5 Prozent auf 346,0 Mio. Euro, bei einem organischen Wachstum von 14,0 Prozent. Hier wirkten sich insbesondere Produkteinführungen und eine verbesserte Erstattungsfähigkeit aus. Das bereinigte EBITDA legte um 58,5 Prozent auf 89,1 Mio. Euro zu.
Im Segment APAC stieg der Umsatz um 7,4 Prozent auf 104,4 Mio. Euro. Wachstumstreiber waren die Nachfrage nach mikroprozessorgesteuerten Kniegelenken sowie die Entwicklung neuer Produkte und Akquisitionen.
Auch nach Produktkategorien entwickelte sich das Geschäft positiv: Im Bereich Produkte & Komponenten (B2B) erhöhte sich der Umsatz auf 896,2 Mio. Euro, was einem organischen Wachstum von 15,2 Prozent entspricht. Das Patient-Care-Geschäft (B2C) wuchs um 8,3 Prozent auf 703,4 Mio. Euro, unter anderem durch Akquisitionen.
Für das Geschäftsjahr 2025 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von 0,97 Euro je Aktie vor. „Mit unserem Dividendenvorschlag möchten wir unsere Aktionärinnen und Aktionäre angemessen am starken Unternehmenserfolg teilhaben lassen”, sagt Dr. Arne Kreitz, CFO der Ottobock SE & Co. KGaA.