Auf Basis vorläufiger Ergebnisse steigerte das Ottobock den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 12,4 Prozent auf rund 1,3 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,2 Mrd. Euro). Dank der Innovationen wie dem Hightech-Kniegelenk Kenevo, der Beinorthese C-Brace und dem Exopulse Mollii Suit konnte signifikantes Wachstum über alle Regionen und Geschäftsbereiche hinweg erzielt werden, teilt Healthtech-Unternehmen mit. Ottobock verbesserte sein Ergebnis (bereinigtes EBITDA) auf 238 Mio. Euro (Vorjahr: 234 Mio Euro). Dies entspricht einer operativen EBITDA-Marge von rund 18 Prozent.
„Wir wachsen erfolgreich weiter, trotz Coronapandemie, Energiekrise, steigender Inflationsrate und eines instabilen wirtschaftlichen Umfelds. Das zeigt, dass unser Geschäftsmodell auch in einem herausfordernden Marktumfeld widerstandsfähig ist und dank unserer Innovationskraft nachhaltiges Wachstum ermöglicht.“
Oliver Jakobi, CEO von Ottobock
In Partnerschaft mit dem Minderheitsaktionär EQT, der seit 2017 mit 20 Prozent an Ottobock beteiligt ist, setzte das Unternehmen damit seinen Wachstumskurs fort. Seit dem Einstieg von EQT hat Ottobock seinen Umsatz, verglichen zum Geschäftsjahr 2016, um mehr als 7 Prozent jährlich gesteigert. In derselben Periode konnte das Unternehmen das bereinigte EBITDA um rund 9 Prozent pro Jahr verbessern. Ottobock baute Ottobock sein globales Versorgungsnetzwerk kontinuierlich aus. So wurde die Anzahl der Patient Care Center seit 2016 auf insgesamt über 400 gesteigert. Die Zahl der Mitarbeitenden (durchschnittliche Vollzeitkräfte) stieg in dieser Periode um rund 30 Prozent auf rund 8.700.
Ottobock: Entwicklung in Regionen und Bereichen
Im vergangenen Jahr hat Ottobock seinen Umsatz in allen Regionen und Geschäftsbereichen gesteigert. In Westeuropa wuchs der Umsatz um 10,8 Prozent auf 664 Mio. Euro (Vorjahr: 599 Mio. Euro). Der Umsatz in Nordamerika stieg um 16,9 Prozent von 316 Mio. auf 370 Mio. Euro während der Rest der Welt, u.a. das Geschäft in Asien und Südamerika, mit 300 Mio. Euro 10,6 Prozent über dem Vorjahr (271 Mio. Euro) lag. Ohne Akquisitionen und bereinigt um Währungseffekte ist der Gesamtumsatz des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent gestiegen.
Als globaler Marktführer erzielte Ottobock in seinem größten Bereich Prothetik einen Umsatz von 750 Mio. Euro (2021: 667 Mio Euro) – ein Plus von rund 12,4 Prozent. Im Bereich Others, bestehend aus Digital, Neuromobility sowie Bionic Exoskeletons und Planning, Equipment und Materials steigerte Ottobock den Umsatz um 12,3 Prozent auf 584 Mio. Euro (2021: 520 Mio. Euro). Im Zukunftsfeld Exoskelette wurde der Umsatz gegenüber dem Vorjahr 2021 um mehr als die Hälfte gesteigert.
Innovationen treiben nachhaltiges Wachstum
Das innovative Produktportfolio versteht Ottobock als entscheidenden Wachstumstreiber. AIm Geschäftsjahr 2022 trieb der Hersteller die eigenen Forschung & Entwicklungsaktivitäten voran und investierte erneut rund 7,1 Prozent seines Gesamtumsatzes in die Entwicklung zukünftiger Innovationen. 2022 hat Ottobock mehr als 200 neue Patente erteilt bekommen, so dass das Gesamtvolumen der aktiven Patente auf gut 2.000 stieg.
Auch 2022 konnten große Fortschritte in der Produktkommerzialisierung erzielt werden: Mit der computergesteuerten Beinorthese C-Brace sowie dem Exopulse Mollii Suit, einem Ganzkörper-Neuromodulationsanzug für Menschen mit neurologischen Erkrankungen, hat Ottobock zwei weltweit neuartige Versorgungslösungen im Angebot. Beide erhielten im Geschäftsjahr 2022 Zulassungen in wichtigen Absatzmärkten und sollen neben dem Kernbereich der Prothetik und Orthetik sowie der bionischen Exoskelette signifikant zum zukünftigen Wachstum von Ottobock beitragen.
Optimistischer Ausblick
Für das Jahr 2023 rechnet Ottobock mit einer weiteren Fortsetzung des Wachstums im globalen Markt für Prothesen und Orthesen. Das Unternehmen geht von einem Umsatzplus im zweistelligen Prozentbereich aus. Oliver Jakobi sagte: „Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr die Resilienz unseres Geschäftsmodells und seine Wachstumsdynamik ein weiteres Mal unter Beweis gestellt und blicken entsprechend optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr.“