Gemeinsam mit dem Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT) präsentiert Ottobock die paralympische Werkstatt in Tokio.
27.08.2021
Laura Klesper
2 Minuten
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Mit knapp einem Jahr Verschiebung werden vom 24. August bis 5. September 2021 rund 4.500 Athleten und Athletinnen aus 160 Ländern im Wettstreit um die Medaillen antreten. Das deutsche Team geht in diesem Jahr mit 133 Sportlern und Sportlerinnen an den Start.
Sie nennen sich Blade Runner oder Human Heroes: Bei den Paralympics treten Athleten mit Handicap an und zeigen nachdrücklich, zu welchen Leistungen es die Verbindung von Mensch und Technik bringen kann. Die paralympische Werkstatt ist eine der wichtigsten Anlaufstellen, wenn es irgendwo hakt. Allein vier Schiffscontainer voll mit technischer Ausstattung – darunter rund 17.000 Ersatzteile – sind für die diesjährigen Spiele nach Tokio geschifft worden. Über die gesamten Spiele hinweg, rechnet das Team mit 2.000 Reparaturen und damit durchschnittlich 200 Reparaturen pro Tag.
„Wir haben hier ein 106-köpfiges Serviceteam aus 24 Ländern. Wir versorgen die Athleten in der Werkstatt kostenfrei und reparieren ihre Ausrüstungen. So sorgen wir dafür, dass sie technisch fit bei den Wettkämpfen starten können“, so Peter Franzel, einer der beiden Organisationsdirektoren der Paralympischen Werkstatt. Der Service wird seit 1988 von Ottobock übernommen und ist zentrale Anlaufstelle der Teilnehmenden.
„Ich ziehe den Hut vor den Leistungen des gesamten Teams. Es ist beachtlich, was hier von Deutschland aus nach Japan geschafft wurde und was die 86 Techniker und Technikerinnen vor Ort leisten“
Alf Reuter, Präsident des Bundesverbandes für Orthopädie-Technik
In Deutschland wurden im Jahr 2020 mehr als 28 Millionen Versorgungen von gesetzlichen Versicherten durch den GKV-Spitzenverband gemeldet. Damit ist statistisch rund jeder Dritte Deutsche auf die Versorgung mit Hilfsmitteln angewiesen. „Wenn wir unseren Job gut machen, merkt niemand, dass es uns gibt: Durch uns bleiben Menschen mit zum Teil erheblichen Krankheitsbildern mobil und nehmen am gesellschaftlichen Leben vollumfänglich teil. Da steckt für uns immer viel Herzblut drin. Es ist wichtig, dass man auch hier mal einen Einblick in solch eine Werkstatt erhält. Denn ohne diese Werkstätten geht in Tokio bei den Paralympics – wie in Deutschland bei der alltäglichen Versorgung – gar nix“, so Reuter beim virtuellen Rundgang durch die Werkstatt.
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