Junge Menschen mit Beinamputationen und -dysmelien hatten hier die Möglichkeit, ihre Alltagsprothesen gegen Sportprothesen zu tauschen und ihr sportliches Potenzial zu entdecken. Ziel des Sportprothesenwochenendes war es, den Teilnehmenden den Zugang zu Sport zu ermöglichen, ein gesundes und selbstbestimmtes Leben zu fördern und vielleicht sogar den Grundstein für eine sportliche Karriere zu legen.
Die besondere Atmosphäre der Veranstaltung entstand nicht zuletzt durch den Austragungsort, der gleichzeitig Trainingsstützpunkt für Para-Leichtathletik-Profis und Ottobock Botschafter, wie Johannes Floors, Léon Schäfer und Elena Kratter, ist. Unter der Anleitung der Profis Heinrich Popow, Elena Kratter, Johannes Floors und Philipp Waßenberg sowie Trainierinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen machten die jungen Talente ihre ersten Schritte oder verbesserten ihre Lauftechniken.
Schlüssel zur Bewegungsfreiheit und Gesundheit
Sport kann für Prothesenträgerinnen und -träger eine Möglichkeit sein, um ihre Mobilität zu erweitern und die persönliche Bewegungsfreiheit zu fördern. Sport hilft dabei, das Herz-Kreislaufsystem zu stärken und Stress abzubauen. Für Prothesenträger ist Bewegung besonders wichtig, da sie für dieselben Bewegungen bis zu siebenmal mehr Energie aufwenden müssen als Nichtamputierte. Um Prothesen optimal nutzen zu können, ist körperliche Fitness entscheidend.
Neue Option: Sportprothesen mieten
Obwohl Sport amputierten Menschen mehr Unabhängigkeit und damit eine gesteigerte Lebensqualität ermöglicht, wird der Zugang zu Sportprothesen durch hohe Kosten oft erschwert. Für Kinder werden die Kosten von Sportprothesen durch die Krankenkassen übernommen, wenn damit der Schulsport ausgeübt wird. Ab dem 18. Lebensjahr müssen die Kosten für Sportprothesen in den meisten Fällen selbst getragen werden.
Ottobock hat deshalb mit Mysportsbox ein neues Mietmodell entwickelt, das Betroffenen Zugang zu Sportprothesen erleichtert: Gegen eine monatliche Mietgebühr können Nutzende die für sie passende Sportprothese mieten und in ihr sportliches Leben integrieren. Das Angebot umfasst die individuelle Passteilkonfiguration und sei bereits innerhalb weniger Wochen verfügbar.
„Sport darf kein Luxus sein“, erklärt Heinrich Popow, Goldmedaillengewinner bei den Paralympischen Spielen in London 2012 und Rio 2016. „Sportprothesenversorgungen beginnen bei etwa 10.000 Euro für Unterschenkelamputierte. Bei Oberschenkelamputierten ist es entsprechend mehr. Diese Summen dürfen Menschen nicht davon abhalten, Sport zu treiben und ein aktives Leben zu führen“.
Georgia Näder, Vice President of Futuring Mediterranee & Business Transition bei Ottobock, zeigte sich begeistert: „Diese Veranstaltung ist ein wichtiger Schritt für mehr Mobilität und Selbstbestimmung im Alltag vieler Menschen. Die strahlenden Gesichter am Ende des Wochenendes sind ein schöner Beweis dafür, dass Sportprothesen echte Lebensqualität schaffen können.“