„Wundversorgung ist viel mehr als nur der Verbandswechsel“, sagt Matthias Lettermann. Er leitet nicht nur die Wundstark GmbH, sondern gehört seit April 2023 auch der Geschäftsführung des Sanitätshauses Lettermann in Viersen an. „Manchmal müssen Dinge ausprobiert werden, denn jeder Körper reagiert unterschiedlich, zum Beispiel aufgrund von Allergien. Heutzutage werden Patienten allgemein, aber auch mit Wunden sehr rasch aus dem Krankenhaus entlassen. Deshalb ist die ambulante Nachsorge wichtiger denn je. Vielen Krankenhäusern ist eine perfekte Nachsorge extrem wichtig und deshalb kontaktieren sie uns.“
Das Team von Wundstark arbeitet daher in einem Netzwerk aus Ärzten, Pflegediensten, Krankenhäusern, Podologen, Ernährungsberatern und anderen Gesundheitsdienstleistern eng zusammen, um Menschen mit chronischen und schwer heilenden Wunden zu behandeln. Fünf Behandlungsräume bieten Platz für modernste Wundversorgung, teilt der Anbieter mit. Speziell ausgebildetes examiniertes Fachpersonal, mit der Weiterbildung zum Fachtherapeuten Wunde ICW und Wundexperten nach ICW incl. Modul 1, kümmern sich um die Patienten.
Daniela Koppermann und Sebastian Schmitz leiten das Wundzentrum. Das Wundzentrum ist eine Terminambulanz, vergleichbar mit einer normalen Arztpraxis: „Wir finden sehr zeitnahe Termine für unsere Patienten, sodass ein rascher Beginn der Wundversorgung gewährleistet ist“, so Daniela Koppermann. Die Therapie findet in der Regel im Wundzentrum statt. Auch Liegend-Anfahrten sind möglich.
„Diese Patientennachsorge für chronische oder schlecht heilende Wunden übernehmen wir und kümmern uns um die engmaschige Zusammenarbeit mit den Verordnern. Deshalb arbeiten wir mit Hausärzten zusammen, der uns dem Kunden gegenüber empfiehlt und eine Verordnung über chronische Wundversorgung und den Versorgungsrhythmus festlegt“, so Matthias Lettermann. Es sei aber auch der umgekehrte Weg möglich: Der Patient kommt ins Wundzentrum, und die Wundexperten stimmen sich mit dem Hausarzt oder anderen zuständigen Ärzten ab.
Das pflegerische Wundzentrum Wundstark habe als eines der Ersten in Deutschland einen Vertrag mit allen gesetzlichen Krankenkassen für die Wundversorgung und den Verbandswechsel nach den neuen HKP Richtlinien nach Paragraf 6-Rahmenempfehlung – 1 HKP 16-21. Demnach sollen nur spezialisiert ausgebildete Fachtherapeuten Wunde und examinierte Pflegekräfte mit ICW plus Modul 1-Weiterbildung künftig Wunden versorgen dürfen.