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RehaKIND und AOK Bayern

Qualitätsoffensive für Hilfsmittelversorgung von Kindern

Qualitätsoffensive für Hilfsmittelversorgung von Kindern Logo: RehaKIND

Die Fördergemeinschaft RehaKIND und die AOK Bayern wollen gemeinsam eine qualitativ hochwertige Hilfsmittelversorgung von Kindern mit Handicap sichern.

„Wir möchten, dass die bei uns versicherten Kinder und Jugendliche mit Handicap durch eine professionelle Hilfsmittelversorgung das bestmögliche Rüstzeug für ein selbstständiges Leben und Teilhabe erhalten.“ Dies ist das Fazit aus einem Austausch des RehaKIND-Vorstandes mit den Hilfsmittelspezialisten der AOK Bayern in München. Das teilte die Internationale Fördergemeinschaft Kinder- und Jugendrehabilitation mit.

In den aktuellen Verträgen in der Rehatechnik wurde bereits das RehaKIND-Fachberater- Zertifikat als ein möglicher Baustein für die Qualifikation der Versorger festgeschrieben. Diese persönlichen Voraussetzungen bei den Leistungserbringern werde die AOK Bayern zukünftig kontrollieren. Durch direkte Befragungen bei den betroffenen Familien plant die viertgrößte Krankenkasse Deutschlands herauszufinden, ob die gewünschte Qualität auch bei den Betroffenen ankommt.

Die AOK Bayern erwarte von den Reha- und Orthopädietechnikern nicht nur eine neutrale, fachspezifische Ausbildung und regelmäßige Schulungen zur Kinderversorgung. Auch detaillierte Produktkenntnis, die an ICF-Alltagszielen orientierte Bedarfsermittlung im interdisziplinären Team sowie die regelmäßige Überprüfung der Funktion und Passgenauigkeit von Hilfsmitteln werden als Bestandteil des Versorgungsprozesses vorausgesetzt.

Hilfsmittelversorgung Kinder: Altersgrenze

Konsens herrschte auch über die Altersgrenzen. Es sei wichtig, eine verwaltungsvereinfachende Leitlinie mit der gesetzlichen Volljährigkeit von 18 Jahren zu haben. Allerdings sei jede Versorgung individuell zu betrachten. So könne es sein, dass für große Jugendliche Erwachsenenhilfsmittel notwendig sind. Andererseits gebe es auch ältere Versicherte, die aufgrund ihrer körperlichen Konstitution mit Kinderhilfsmitteln versorgt werden müssten. Hier habe die AOK Bayern einen individuellen Blick auf die Versorgungsziele und Bedarfe ihrer Versicherten zugesichert.

Gemeinsam werde man sich zur Einordnung und Beschreibung der Produkte bei der Aktualisierung des Hilfsmittelverzeichnis abstimmen. Hier gebe es einige „Knackpunkte“: Bei den Sitzschalenuntergestellen seien sehr unterschiedliche Modelle zusammengefasst worden, die man in Vergütungspauschalen nicht sinnvoll verbinden könne. Auch bei Dusch- Toilettenstühlen müssten Differenzierungen erfolgen.

Zuletzt sei geplant, die Themen Wartung, Aufbereitung, Wiedereinsatz von Kinderhilfsmitteln gemeinsam zu klären. Die RehaKIND-AG werde Vorschläge unterbreiten, wie man einerseits die individuelle, patientenzentrierte Versorgung sichern und andererseits wirtschaftlich und auch nachhaltig mit den hochwertigen Hilfsmitteln umgehen könne.

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Tobias Kurtz / 21.10.2020 - 12:43 Uhr

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