Rund 44.000 Besucherinnen und Besuchern aus 85 Ländern informierten sich nach Angaben der Messe Düsseldorf bei etwa 950 Ausstellern aus 40 Ländern. „Ein zentrales Erfolgselement der Rehacare ist der Austausch zwischen verschiedenen Akteuren: Betroffene, Hersteller, medizinische Fachkräfte, Wissenschaftler, Kostenträger, Sanitätsfachhandel sowie politische Entscheidungsträger kommen zusammen, um innovative Lösungen gemeinsam zu entwickeln und voranzutreiben“, erklärt Marius Berlemann, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf.
„Der demografische Wandel und der steigende Bedarf an Rehabilitationsmaßnahmen machen deutlich, dass Innovationen und Investitionen in diesem Sektor unerlässlich sind. Der internationale Besucherzuspruch zeigt deutlich, dass die Rehacare nicht nur in Europa, sondern auch weltweit ihre herausragende Bedeutung unterstrichen hat. Die Besucherzahlen haben das Vor-Pandemie-Niveau erreicht und wir blicken mit großem Optimismus in eine vielversprechende Zukunft“, ergänzt Hannes Niemann, Direktor der Rehacare.
Auf der Messe standen zukunftsweisende Technologien im Mittelpunkt: von Robotik und Künstlicher Intelligenz bis hin zu neuen Mobilitätshilfen. Die fortschreitende Digitalisierung und Technisierung spielen eine immer größere Rolle in der Rehabilitation und Teilhabe. Roboter und digitale Assistenzsysteme unterstützen nicht nur den Rehabilitationsprozess, sondern ermöglichen es Menschen mit Behinderungen, aktiver am Arbeitsleben teilzunehmen.
„Die Rehacare 2024 war für Ottobock wieder von großer Bedeutung. Am ersten Messetag haben wir die Weltpremiere der neuen Generation des Exopulse Suit gefeiert. Dieses innovative Medizinprodukt kann Menschen mit neurologischen Erkrankungen sowie Fibromyalgie zu mehr Lebensqualität verhelfen. Das enorme Interesse der Besucher, auch an unseren anderen Lösungen, und der persönliche Austausch am Stand haben mich begeistert. Gemeinsam schaffen wir mehr Möglichkeiten für ein selbstbestimmtes Leben“, erklärt Philipp Hoefer, Geschäftsführer der Ottobock Healthcare Deutschland GmbH.
Carla Mertens, Director Marketing & Sales Excellence bei Sunrise Medical, ergänzt: „Die Rehacare 2024 war für uns ein großer Erfolg und bot eine wertvolle Gelegenheit, unsere Innovationen zu präsentieren. Die positiven Rückmeldungen und der intensive Austausch mit Fachhändlern, Krankenkassen, Nutzern und Industriepartnern motivieren uns, weiterhin innovative Produkte zu entwickeln, die die Lebensqualität von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen verbessern.“
Prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sport
Am 26. September 2024 besuchte der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen Karl-Josef Laumann die Rehacare.
Am 28. September trat in einem Tischtennis-Showmatch Borussia Düsseldorf gegen prominente Gegner an. Dazu gehörten Medaillengewinner der Paralympics wie Valentin Baus und Thomas Schmidberger sowie Ehrengast Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Messe Düsseldorf. Prominente Paraathleten wie Kim Cremer und Markus Rehm, Radsportlerin Kristina Vogel sowie Influencerin Gina Rühl zeigten, wie Innovationen Teilhabe und Rehabilitation revolutionieren.
Das neue Community-Forum „Gemeinsam – selbstbestimmt – inklusiv“ und das Forum Sanitätshaus 2030 – organisiert von GesundheitsProfi – boten Raum für persönliche Geschichten und innovative Ansätze.
Besonders im Fokus: die Chancen der Digitalisierung, die den Sanitätsfachhandel und die Patientenversorgung grundlegend verändern sowie effizienter und wettbewerbsfähiger machen. Technologien wie 3D-Scanner ermöglichen eine schnellere und präzisere Anpassung von Hilfsmitteln, was die Passgenauigkeit verbessert und Zeit spart. Gleichzeitig entlasten digitale Tools das Fachpersonal, so dass mehr Raum für die persönliche Beratung bleibt. Zudem optimiert die Digitalisierung die Arbeitsabläufe und hilft, den Fachkräftemangel zu kompensieren.
Raum für politischen Diskurs
Bei der Auftaktpressekonferenz der Rehacare 2024 „Hilfsmittelreform jetzt zukunftsfest machen!“ diskutierten Expertinnen und Experten über die Notwendigkeit einer zukunftsfähigen Hilfsmittelreform. Ein Offener Brief an die Politik mit konkreten Reformvorschlägen wurde vorgestellt, getragen von verschiedenen Fachverbänden, darunter Anwender, Anbieter und Hersteller. Sie betonen die Dringlichkeit, die Hilfsmittelversorgung an die wachsenden Anforderungen in Pflege und Rehabilitation anzupassen.