Über RehaKIND können Bedingungen für die Inklusion von Kindern mit Hilfsmittelversorgungen an Regelschulen formuliert werden. Dies war ein Ergebnis der Gesprächsrunde, an der Hersteller, Fachhändler und Vertreter aus Medizin, Therapie, Verwaltung und Schule teilnahmen.
Die Herausforderung liegt auf der Hand: Pädagogen sind keine medizinischen Fachkräfte. Auch im Zuge der Inklusion sollen sie ihrem Lehrauftrag nachkommen können und sich nicht mit pflegerischen Tätigkeiten belasten. Die Angst steht den Pädagogen manchmal ins Gesicht geschrieben, wenn man sie auf die Teilhabe chronisch kranker Kinder und Kindern mit Behinderung am Regelunterricht anspricht. Nicht der Unwille, sondern die Unkenntnis über die Besonderheiten dieser Kinder und die Befürchtung, im Notfall allein mit diesen Kindern den Schulalltag bewältigen zu müssen, zeigt sich hier.
Für rehaKIND und seine Gäste am Roundtable ist klar: Die Pädagogen müssen zu geschult werden, denn nur Information kann die Ängste abbauen. Zudem müssen die personellen Strukturen an den Regelschulen verändert werden. Ohne Therapeuten oder Schulschwestern und die Kompetenz der Förderschullehrer als Ergänzung, werden Regelschulen diese Kinder nicht erfolgreich inkludieren können. Gesamtschulen und Ganztagsschulen sind dieser Aufgabe eher gewachsen als die differenzierten Schulformen im Halbtagsbetrieb. Die regelmäßige Therapie für diese Kinder muss in den Schulalltag einbezogen werden – nach einem anstrengenden Schultag sind Therapien in der Nachmittags-Freizeit nicht zu schaffen.Standardisierte Vorgaben und Vorgehensweisen, wie die Inklusion umgesetzt werden kann, fehlen zurzeit. Es gibt gute Beispiele, aber das Gelingen hängt noch meist vom persönlichen Engagement einzelner Pädagogen, Schulsekretärinnen und auch Hausmeister ab.