Die Leistungserbringergruppe führt diese Entwicklung auf neu gewonnene Lieferanten und neue Mitglieder zurück, teilte sie anlässlich ihrer diesjährigen Regionalversammlungen mit. Mittlerweile gehören über 130 Fachhandelsunternehmen der Verbundgruppe an.
Die Geschäftsführer und Führungskräfte der Mitgliedsunternehmen tauschten sich mit Rehavital-Geschäftsführer Jens Sellhorn sowie den Führungskräften der Zentrale über die Ausrichtung der Verbundgruppe, Projekte und Branchenthemen aus. Neu mit dabei war in diesem Jahr auf Seiten der Verbundgruppe zudem Christof A. Witton, Geschäftsführer der Rehavital-Tochter CSE Healthcare, der die Digitalstrategie vorstellte. Alle fünf Veranstaltungen in Schkeuditz, Hannover, Düsseldorf, Stuttgart und München seien sehr gut besucht gewesen.
Politisches Engagement
Betont wurde in der Rückschau auf das Jahr 2022 noch einmal die Präsenz der Verbundgruppe in den unterschiedlichsten Branchengremien, aber auch die eigene Sichtbarkeit und Erfolg auf der politischen Bühne. Die Gründung des Vereins „Wir versorgen Deutschland“ habe sich bereits im ersten Jahr als Thementreiber für die Belange der medizinischen Hilfsmittelbranche bewährt. Darüber hinaus soll Dr. Henning Schweer als Referent Public Affairs & Kommunikation gemeinsam mit Bereichsleiter Patrick Grunau für die Leistungserbringer relevante Themen in der Politik platzieren.
Durch den Krieg in der Ukraine und die Inflation sei die wirtschaftliche Lage nach wie vor angespannt. Darüber hinaus öffnet sich der Hilfsmittelmarkt immer mehr, der Onlinehandel nehme an Präsenz zu und müsse in der eigenen Strategie mitgedacht werden. Jens Sellhorn ist sich sicher: „Diese Entwicklung ist nicht mehr umkehrbar und wird in Zukunft noch an Dynamik zunehmen.“ Unter anderem reagiere die Verbundgruppe darauf mit einer eigenen Multichannel-Strategie und dem digitalen Ausbau ihres Angebots und ihrer Strukturen. CSE Healthcare sei dabei ein fester Bestandteil, u.a. um die verbundgruppeneigene digitale Plattform Revidacon auszubauen.
Was bringt die App Caremed.one?
CSE-Geschäftsführer Christof A. Witton stellte seine Strategie der Schnittstellen sowie die App Caremed.one vor. Mit dieser App lasse sich die Dokumentation direkt vor Ort digital abwickeln. Zudem ließen sich die Daten über Schnittstellen mit weiteren Beteiligten, wie Fachärzten oder Pflegediensten, teilen. Arbeitsprozesse würden dadurch verschlankt. „Die Rehavital-Mitglieder haben die Möglichkeit, unsere App als erste Fachhändler im Hilfsmittelmarkt zu nutzen“, erklärt Witton. „Damit haben sie nicht nur einen zeitlichen Vorsprung, sondern können auch das Portfolio der herstellerbezogenen intelligenten Dokumente für ihren Versorgungsprozess nutzen.“ Aktuell wird die App in den Bereichen Wunde, Inkontinenzversorgung und Wohnumfeldberatung im Versorgungsalltag angewandt. Als nächstes sollen weitere Warenbereiche, wie Reha und Orthopädietechnik folgen.
Bereichsleiter Ole Gustafsson gab einen Überblick über den Stand der Einführung des neuen Vertrags- und Datenmanagement-Systems (kurz VDMS) der Verbundgruppe. Es soll das bisherige Dokumentenmanagement-System (DMS) ersetzen. Die Umstellung sei erfolgreich abgeschlossen. Durch das neue System könnten die Rehavital und deren Mitglieder bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen nicht nur Schritt halten, sondern auch vorangehen. Das VDMS kann im Rahmen der Plattform Revidacon mit jeder Schnittstelle bzw. anderen Plattform „kommunizieren“, um Daten auszutauschen und Prozesse zu digitalisieren. „Zusätzlich verfügt das VDMS über ein Management-Cockpit, mit dem die Geschäftsführung einen schnellen Überblick über das Vertragsgeschehen bekommt“, erläutert Ole Gustafsson. „Digitale Schnittstellen zu anderen Programmen und externen Dienstleistern bzw. Partnern optimieren und beschleunigen zudem den Austausch der wichtigen Daten untereinander.“