Schlaf ist essenziell für ein gesundes Leben, wird jedoch häufig noch zu wenig beachtet. Um das zu ändern und diesen zentralen Aspekt körperlicher und geistiger Gesundheit stärker ins Bewusstsein zu rücken, befragte Resmed, Anbieter innovativer und digitaler Lösungen im Bereich der Schlaf- und Beatmungstherapie, in seiner aktuellen globalen Umfrage unter anderem über 1.000 Deutsche zu ihrem Schlafverhalten. Demnach sind sich 89 Prozent der Menschen in Deutschland s darüber im Klaren, dass Schlaf wichtig ist für das Immunsystem, jedoch ist gleichzeitig fast die Hälfte (44%) unzufrieden mit ihrer Schlafqualität. Knapp drei Viertel (72%) der Befragten erkennen, dass Schnarchen ein Grund verminderter Schlafqualität ist – drei Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Eine laut Resmed wichtige Entwicklung, denn Schnarchen könne ein Anzeichen für schlafbezogene Erkrankungen wie obstruktive Schlafapnoe (OSA) sein.
Was Deutsche nachts wach hält
Toilettenbesuche rauben hierzulande fast jedem Vierten den Schlaf (24%), Sorgen über die finanzielle Situation ebenso (22%). Auch Gedanken über Familie und Beziehungen, die Arbeit sowie Angst und Depressionen bescheren schlaflose Nächte (jeweils 21%). Verglichen dazu halten Angst, Depressionen und Gedanken an die Arbeit die Menschen weltweit mit jeweils 33 Prozent wach. Rund um den Globus sorgen auch die Themen Finanzen, Familie/Beziehung, Lärm (jeweils 25%) und elektronische Geräte (23%) für unruhige Nächte. Während die Generation Z und Millennials durchschnittlich mehr schlafen als Baby-Boomer, hat sich bei einem Viertel der Deutschen die Schlafqualität in den vergangenen zwölf Monaten verschlechtert – erheblich beeinflusst durch Stress: 41 Prozent der Befragten leiden geringfügig unter stressbedingten Schlafstörungen, 19 Prozent sogar sehr.
38 Prozent der Befragten in Deutschland sind nach dem Aufwachen müde, weltweit nur 23 Prozent. Ausgeruht fühlt sich hierzulande rund jeder Fünfte nach dem Schlafen. Das Befragen nach der Qualität des Schlafs ergab, dass die Hälfte der Deutschen (48%) nach gutem Schlaf aufmerksamer ist. 38 Prozent sind danach geduldiger, 35 Prozent produktiver und 32 Prozent treiben häufiger Sport. Besonders auffällig ist, dass knapp drei Viertel (73%), vermutlich oder definitiv, noch nicht von Ärzten auf ihre Schlafqualität angesprochen wurden – 67 Prozent der Befragten in Indien und 62 Prozent in Brasilien dagegen schon.
Die Gefahren obstruktiver Schlafapnoe
Dabei könne mangelnde ärztliche Nachfrage unter anderem dazu führen, dass schlafbezogene Erkrankungen wie OSA unentdeckt bleiben. Bei der schlafbezogenen Atmungsstörung kommt es zur Verengung der oberen Atemwege, was Sauerstoffmangel oder Atemaussetzer bedingt. Dadurch entstehen unter anderem Tagesmüdigkeit, die bereits ein Drittel der Befragten erfahren (31%), Konzentrationsschwierigkeiten (30%) und Stimmungsschwankungen (29%). Trotz dieser Folgen, die die Lebensdauer verkürzen können, etwa durch Herz- oder Gefäßerkrankungen, arteriellen Bluthochdruck oder der höheren Wahrscheinlichkeit eines Verkehrsunfalls, hat circa die Hälfte der Befragten (49%) mit typischen OSA-Symptomen noch nie von der Krankheit gehört. 38 Prozent wissen nicht, wo sie ihre Hilfe suchen können.
Schlaf tracken und verbessern
Um diesem Dilemma entgegenzuwirken und die Schlafqualität zu verbessern, rät Resmed, das eigene Schlafverhalten zu tracken. Während in China und Indien mit jeweils 47 Prozent bereits rund die Hälfte aller Befragten Schlaftracker zum Verbessern der eigenen Schlafqualität einsetzen, tun das international 35 Prozent – in Deutschland nur 27 Prozent. Zum Messen des eigenen Schlafs reicht das Führen eines Schlaftagebuchs oder die Verwendung einer Schlaf-App.