Im Rahmen des Nationalen Fachkongresses Telemedizin am 12. Juni 2025 hat Spectaris das Whitepaper „Telemonitoring: Mit digitaler Nähe zu besserer Versorgung“ präsentiert und damit den Auftakt für eine wegweisende Brancheninitiative gesetzt. Ziel ist es, telemedizinische Betreuung – beispielhaft in der Schlafmedizin – systematisch in die Regelversorgung zu überführen.
Im Zentrum steht dabei die aktive Mitgestaltung durch Hilfsmittelleistungserbringer, Hersteller, Krankenkassen, Fachgesellschaften und Patientenvertretungen. „Mit der heutigen Veröffentlichung unseres Whitepapers und den künftigen Arbeitsforen senden alle beteiligten Akteure ein deutliches Signal: Mediziner, Industrie, Hilfsmittel-Leistungserbringer, Krankenkassen, Fachgesellschaften und Patientenvertretungen wollen nicht länger nur diskutieren. Sie wollen gemeinsam handeln – damit die Potenziale von Telemonitoring endlich ausgeschöpft werden“, betont Marcus Kuhlmann, Leiter Medizintechnik beim Deutschen Industrieverband Spectaris.
Das Whitepaper unterstreicht die Notwendigkeit interoperabler technischer Standards, klarer Rollenverteilungen, standardisierter Vergütungsmodelle sowie einer gesetzlichen Verankerung telemonitorischer Leistungen im Hilfsmittelverzeichnis und im SGB V.
Arbeitsforen als Plattform für konkrete Umsetzung
Ab Herbst 2025 startet Spectaris eine Reihe interdisziplinärer Arbeitsforen, die gezielt auf die Entwicklung sektoren- und versorgungsübergreifender Konzepte ausgerichtet sind. Sie sollen praktikable Lösungen für Vergütung, Regulierung und technische Standards erarbeiten und dabei alle relevanten Akteure einbinden.
„Dieses Whitepaper ist mehr als eine Positionsbestimmung – es ist der Startpunkt für konkrete Umsetzung. Wir bündeln unsere Kräfte, um Telemonitoring zügig und koordiniert in die Regelversorgung zu überführen“, erläutert Kuhlmann. „Der Handlungswille ist da – jetzt braucht es Tempo, Verbindlichkeit und Partnerschaft.“
Spectaris versteht Telemonitoring als zentralen Baustein für eine zukunftssichere und resiliente Gesundheitsversorgung – insbesondere in strukturschwachen Regionen. Interessierte Akteure sind eingeladen, sich aktiv in die Arbeitsforen einzubringen.