Damit läge der Gesamtumsatz der mehr als 1.200 Hersteller in 2015 bei rund 27 Mrd. Euro.
Nach Angaben von Spectaris konnten insbesondere in der ersten Jahreshälfte überraschend hohe Zuwächse erwirtschaftet werden, während sich das Stimmungsbild im letzten Tertial aufgrund einer zunehmenden Verunsicherung über die weitere Entwicklung der Schwellenländer etwas eingetrübt habe. Das prognostizierte Umsatzplus resultiert aus gleich hohen Zuwächsen im In- und Ausland. Demnach wird der Inlandsumsatz im Gesamtjahr 2015 einen Wert von 8,67 Mrd. Euro, der Auslandsumsatz von 18,30 Mrd. Euro erreichen. Daraus ergibt sich eine nahezu unveränderte Exportquote von knapp 68 Prozent.
Für die Beschäftigtenzahl wird mit einer leichten Steigerung um 3 Prozent auf über 129.000 Mitarbeiter gerechnet.
Rund 40 Prozent der deutschen Medizintechnikexporte gehen aktuell in Länder der europäischen Union. Daneben haben sich eine deutliche Belebung des Nordamerikageschäfts und Zuwächse in vielen Schwellenländern aufgrund von Investitionen in das Gesundheitswesen positiv auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt. Der schwache Eurokurs, niedrige Ölpreise und eine weiterhin eher expansive Geldpolitik begünstigten die weltweite Nachfrage zusätzlich.
Das Russlandgeschäft wird dagegen weiterhin als schwierig beurteilt. Nach einem Rückgang der deutschen Medizintechnikexporte nach Russland um rund 26 Prozent im vergangenen Jahr waren die Ausfuhren auch im Zeitraum Januar bis August 2015 weiter rückläufig (-24%).
Auf das Jahr 2016 schauen die Unternehmen trotz einer vorhandenen Unsicherheit grundsätzlich optimistisch. Insgesamt wird ein erneutes, aber voraussichtlich etwas schwächeres Umsatzwachstum als 2015 erwartet, so Spectaris. Die Wachstumsdynamik hänge maßgeblich von der Verabschiedung der europäischen Medizinprodukteverordnung ab, mit der Mitte nächsten Jahres gerechnet wird.