logo

Volkmer Management

Studie: Vergütung im Sanitätsfachhandel

Der Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte in der Hilfsmittelbranche nimmt zu. Die Gehälter steigen. Dies geht aus der vierten Studie zur Vergütung im Sanitätsfachhandel von Volkmer Management hervor.

Der Hilfsmittelmarkt sei zu einem umkämpften Mitarbeitermarkt geworden, fassen die Branchenexperten der Unternehmensberatung Volkmer Management ein zentrales Ergebnis ihrer aktuellen Vergütungsstudie zusammen. Der Mangel an Fachkräften komme immer stärker zum Tragen. Das sei zwar keine neue Erkenntnis. Doch viele Unternehmen agierten immer noch zu passiv. Wirkungsvolle Maßnahmen würden zu zögerlich umgesetzt. Dazu zähle vor allem ein Ausbau der Arbeitgeberattraktivität.

Für ihren Gehaltsreport hat die Unternehmensberatung nach eigenen Angaben über 900 Datensätze erhoben. Demnach stiegen die Mitarbeitereinkommen stärker als der Sanitätshausumsatz. Gerade Firmenwechsler verdienten zum Teil deutlich mehr als erfahrene, langjährige Mitarbeiter. Auch die Struktur der Vergütung verändere sich: Mitarbeiter fokussierten sich zunehmend auf Arbeitsverhältnisse mit einem Fixgehalt. Von variablen Vergütungsbestandteilen wird immer mehr Abstand genommen. 30 Urlaubstage werden immer mehr zum geforderten Standard. Und: Im Vergleich zur letzten Vergütungsstudie aus dem Jahr 2016 nehme die Akzeptanz von inkludierten Überstunden (d.h. über die Regelwochenstunden hinaus) ab einer bestimmten Vergütungshöhe stark ab.

Das Berufsbild der Sanitätsfachkraft stehe zudem im harten Wettbewerb zum Einzelhandel. Quereinsteiger-Programme würden oft als langwierig und teuer betrachtet. Die meisten Arbeitnehmer in diesem Bereich sind Frauen. Vor allem deren Wunsch nach Teilzeit könne Probleme im Unternehmen und steigenden Vergütungen führen.

In der Orthopädietechnik lasse sich zudem beobachten, dass pro Jahr lediglich rund 100 Meistertitel verliehen werden. Die Verrentung und der hohe Bedarf an OT-Fachkräften führten daher zu einem starken Anstieg der durchschnittlichen Gehälter.

Rahmendaten zur Vergütungsstudie im Sanitätsfachhandel

Das Bundesgebiet wurde in drei Kaufkraftgebieten zusammengefasst und unterschieden. Die Studie trifft Aussagen zu allen Strategischen Geschäftseinheiten: der Orthopädietechnik, der Orthopädieschuhtechnik, dem Sanitätshausbereich, zu Reha Standard und Sonderbau inklusive Medizintechnik, dem Bereich Care sowie den Bereichen Vertrieb und Zentrale Dienste. Insgesamt sind 40 Funktionen aus den genannten Geschäftsfeldern in der Studie zu finden. Der Gehaltsreport unterscheidet nach Berufserfahrung, Geschlecht sowie weiteren Gehaltsbestandteilen (z.B. Firmenauto).

Ziel der Vergütungsstudie sei es, Transparenz in die Gehaltsstrukturen in einen an vielen Stellen undurchsichtigen Markt zu bringen, so Volkmer Management in einer Mitteilung.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

  • So entwickelt sich der Sanitätshaus-Markt
  • Aktuelle Hilfsmittelmarkt-Analyse erschienen
  • Vergütungsstudie Hilfsmittelbranche vorgelegt
Tobias Kurtz / 20.05.2019 - 12:15 Uhr

© Sternefeld Medien GmbH