„Der Tag der Technischen Orthopädie ist eine bewährte Tradition auf dem VSOU-Kongress. 2013 feierte er auf der Jahrestagung in Baden-Baden seine Premiere. Acht Jahre später findet er erstmals digital statt – wieder eine Premiere!“, sagt Alf Reuter, Präsident des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik (BIV-OT).
Auf der 69. Jahrestagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgie (VSOU) befasst sich der Tag der Technischen Orthopädie (TTO) mit der Frage „Paresen – wie können Hilfsmittel helfen?“. Außerdem werden die Themen Neuroprothetik und EU-Medizinprodukteverordnung aufgegriffen. Der TTO wurde vom BIV-OT, der Vereinigung Technische Orthopädie (VTO) sowie der Fortbildungsinitiative ’93 ins Leben gerufen. Unterstützt werden sie von der Deutschen Gesellschaft für interprofessionelle Hilfsmittelversorgung (DGIHV).
Unter der Leitfrage „Paresen – wie können Hilfsmittel helfen?“ widmet sich der TTO der Komplexität der Versorgungsgebiete Fußheberschwäche und Schlaganfall. An diesen Krankheitsbildern wird gezeigt, welche Strategien die konservative Technische Orthopädie in den Rehabilitationsprozess einbindet. In der anschließenden Session der Initiative ’93 TO Fellows werden aktuelle Versorgungsmöglichkeiten in der Neuroprothetik vorgestellt. Angesichts des anstehenden Geltungsbeginns am 26. Mai 2021 geht der TTO auch auf die Herausforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung (Medical Device Regulation, MDR) ein.
Die diesjährigen Kongresspräsidenten Prof. Dr. Christian Knop, ärztlicher Direktor der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Klinikum Stuttgart, und Prof. Dr. Thomas Wirth, ärztlicher Direktor der Orthopädischen Klinik des Olgahospital Stuttgart freuen sich auf den anstehenden VSOU-Kongress und den TTO: „Gemeinsam mit Professor Wirth freue ich mich über die enge Partnerschaft der VSOU mit der Orthopädie-Technik. Wenngleich unser Online-Kongress ein ungewohntes und neues Format ist, hat sich der Verband zu unserer Freude dafür entschieden, die Kooperation auf der Jahrestagung beizubehalten. Aus unserer Sicht sind die Fachgebiete der Orthopädie und Unfallchirurgie sowie der Orthopädietechnik eng verbunden und nur miteinander denkbar.“