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Beatmungsspezialist

Tracoe Medical steigert Halbjahresumsatz

Tracoe Medical steigert Halbjahresumsatz Die Zentrale von Tracoe Medical in Nieder-Olm. (Foto: Tracoe Medical)

Der Medizintechnik-Spezialist Tracoe Medical hat nach eigenen Angaben seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2020 deutlich erhöhen können. Ein Grund dafür ist die Corona-Krise.

Tracoe Medical, der Hersteller und Vertreiber von Medizinprodukten und Hilfsmitteln für Patienten mit Luftröhrenschnitt (Tracheostomie), Kehlkopfentfernung (Laryngektomie) und Beatmung (Respiratory Care) zieht für das erste Halbjahr eine positive Bilanz. Der plötzliche und exponentielle Anstieg der mit dem Corona-Virus infizierten Atemwegserkrankten löst nach wie vor weltweit eine überaus erhöhte Nachfrage nach medizinischen Produkten aus, die die Beatmung der COVID-19-Patienten sichern.

„Selbstverständlich wäre es uns lieber, die Pandemie wäre gar nicht erst ausgebrochen und die Lage nicht so schrecklich ernst. Die Herausforderung für uns bestand im laufenden Jahr nicht darin, unseren Wachstumskurs so konsequent wie bislang fortzuführen, sondern darin, den signifikanten Mehrbedarf an unseren Produkten decken zu können“, erklärt Dr. Thomas Jurisch, Geschäftsführer Tracoe Medical. Das Unternehmen aus Nieder-Olm (Rheinland-Pfalz) steigerte seinen Umsatz im ersten Halbjahr um 22,5 Prozent auf 15,9 Mio. Euro aus. Auch die gesamte Unternehmensgruppe XTR Group, zu der neben Tracoe Medical Deutschland das britische Schwesterunternehmen Kapitex Healthcare Ltd. und die Tochtergesellschaften MC Europe B.V. (Niederlande) und die Tracoe Medical Österreich gehören, profitierte von einer deutlich erhöhten Produktnachfrage. Die Gruppe konnte ihren Gesamtumsatz um 29,6 Prozent auf rund 22,3 Mio. Euro steigern.


„Im Vordergrund standen für uns 2020 bislang allerdings – neben internen Vorkehrungen zum Schutz unserer Mitarbeiter gegen Ansteckung – Maßnahmen, die die Herstellung unserer Produkte gewährleisten und gleichzeitig auch unsere Kapazität erhöhen“, so Jurisch. Dafür etablierte das Unternehmen, dessen Deutschland-Fertigung sich zu Zeiten von Grenzschließungen und Shutdown als besonders vorteilhaft erwiesen habe, einen Zweischichtbetrieb. „Mit persönlicher Motivation, einem großen Helferherz und unermüdlichem Einsatz arbeitete jeder Einzelne bei Tracoe Medical bis zur Belastungsgrenze – auch samstags, bis spät in die Nacht“, resümiert der Geschäftsführer, der seinen Mitarbeitern größte Dankbarkeit ausspricht.

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Tobias Kurtz / 09.09.2020 - 16:34 Uhr

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