Auf rund 350 Quadratmetern, verteilt auf mehrere Etagen, mussten die Eigenheiten des Bestands sorgfältig mitgedacht werden – von den typischen baulichen Besonderheiten eines alten Hauses bis hin zu Statik, Brandschutz und technischer Erneuerung. „Wir wollten dort, wo wir seit nun 96 Jahren tätig sind, unbedingt weitermachen“, so Dominik Werner, Geschäftsführer von Werner & Habermalz. Ein Umzug „auf die grüne Wiese“ stand deshalb nicht zur Debatte. Eine Herausforderung beim Umbau des alten Gebäudekomplexes war der bestehende Denkmalschutz, der die Fassade betrifft. Dominik Werner: „Wir sind durch den Denkmalschutz und die Altstadtlage dazu verpflichtet, authentische Holzfensterrahmen zu nutzen. In den Innenräumen waren wir zum Glück völlig frei in der Gestaltung.“
Deshalb konnte im Zuge des Umbaus das Gebäude innen umfassend saniert und neu organisiert werden. Böden, Wände und Beleuchtung wurden komplett erneuert und in ein stimmiges Gestaltungskonzept eingebunden. Dabei war es wichtig, den Charakter des Hauses zu erhalten und gleichzeitig eine Umgebung zu schaffen, die heute funktional, übersichtlich und angenehm ist. „Wir wollten von vornherein unsere Umgebung und die Bergbau-Geschichte von Goslar in einem zeitgemäßen Look and Feel miteinbeziehen. Das bedeutet, dass wir auf natürliche Materialien wie Holz und Schiefer gesetzt haben.“ Das gilt auch für die gewählten Farben, die türkis-grüne Akzente sowie warme Holz- und Steintöne beinhalten. Ein besonderer Fokus lag auf der Schaffung sogenannter Ruhearbeitsplätze, die den Mitarbeitenden ermöglichen, auch bei laufendem Betrieb Vorgänge konzentriert und in Ruhe abzuschließen. „Wir wollen damit verhindern, dass unsere Mitarbeitenden aus laufenden Prozessen herausgerissen werden, weil ein Kunde nicht bemerkt, dass diese gerade hochkonzentriert arbeiten“, so Dominik Werner, der seit elf Jahren in der Geschäftsführung des Familienunternehmens an der Seite seines Bruders tätig ist.