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Ulkus-Kausaltherapie häufig unzureichend

Über die Ergebnisse einer Anwendungsstudie an 102 Ulcus cruris Patienten mit einem neuen Zwei-Komponenten System (TCS) berichtete Carsten Hampel-Kalthoff, Geschäftsführer Orgamed Dortmund, im Rahmen des Deutschen Wundkongress.

Viele Patienten litten über Jahre an einem Ulcus cruris venosum, da die Kausaltherapie des Ulkus unzureichend sei. Eine der Ursachen sei die unzureichende Kompression auf die geschädigten venösen Gefäße. Hampel-Kalthoff: „In der Praxis sehen wir, dass die Kompressionsverbände oft zu locker gewickelt sind und sich gerade im Fersenbereich schon nach wenigen Stunden wieder auflösen. Auch wenn der unterpolsterte Kurzzugkompressionsverband adäquat gewickelt ist, können die Patienten häufig nicht ihre Straßenschuhe nutzen und werden inaktiv." Der Effekt der aktiven Entstauung werde minimiert. Außerdem hielten die Kompressionsverbände, die mit Kurzzugbinden gewickelt werden, aufgrund der unterschiedlichen Ödem- bzw. Entstauungssituation des Patienten maximal 48 Stunden einen adäquaten Arbeitsdruck aufrecht.

Im Pflege-Therapie-Stützpunkt für Menschen mit chronischen Wunden in Dortmund werden überwiegend mehrlagige Fertigkompressionsverbände eingesetzt. Dazu gehört auch das neue CE-zertifizierte kurzzügige Zwei-Komponenten System (Rosidal TCS) von Lohmann & Rauscher. Eine Anwendungsstudie mit 102 Ulcus cruris Patienten zeige, dass die Patienten und die Anwender von diesem System profitierten. „Die wiedergewonnene Mobilität und die hohe Steifigkeit des Zwei-Komponenten Systems unterstützen den venösen und lymphatischen Rückfluss optimal. Die Patienten können überwiegend ihre normalen Schuhe tragen. Die Akzeptanz, den Verband bis zu sieben Tage zu tragen, war sehr gut.“

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Tobias Kurtz / 20.05.2013 - 11:07 Uhr

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