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Stomaversorgung

VVHC kritisiert Verhandlungen mit DAK

Der Verband Versorgungsqualität Homecare (VVHC) zeigt sich „besorgt“ über das Verhandlungsverhalten der DAK-Gesundheit für den Bereich Stomaversorgung.

Die DAK-Gesundheit hat im Juli 2019 eine Vertragsbekundung nach § 127 SGB V für den Bereich der Stomaversorgung veröffentlicht. Mit diesem neuen Vertrag soll der bisherige Ausschreibungsvertrag abgelöst werden, der zum 30.11.2019 endet.

Der VVHC hat nach eigenen Angaben in einer Stellungnahme gegenüber der DAK-Gesundheit die Vertragsinhalte kommentiert und inhaltliche Veränderungen eingefordert. Die DAK-Gesundheit habe, so VVHC-Geschäftsführer Norbert Bertram, weitestgehend die Inhalte des Ausschreibungsvertrages übernommen, der viele Leistungsbestandteile beinhaltet, die für eine persönliche und betreuungsintensive Stomaversorgung nicht von Belang seien. Über 80 % aller Stomapatienten benötigen einen persönlichen Ansprechpartner und eine persönliche Betreuung, und keinen digitalen Onlineservice.

In zwei persönlichen Verhandlungsrunden in Hamburg sei es bisher zwischen der DAK-Gesundheit und dem VVHC zu keiner vertraglichen Einigung gekommen. Zu groß seien bisher die unterschiedlichen Auffassungen über die Sicherstellung und Kosten einer optimalen Stomaversorgung gewesen. Der VVHC kritisiert, dass auf der einen Seite Verhandlungsbereitschaft signalisiert, diese auf der anderen Seite aber nur sehr rudimentär mit Leben erfüllt werde. Die Verhandlungen und der Dialog mit der DAK seien aber noch nicht beendet und liefen weiter. Bertram: „Wir wollen die DAK bei der Versorgung ihrer Versicherten mit Stomaartikeln unterstützen und kämpfen für eine für beide Seiten gerechte und akzeptable Lösung.“

Unabhängig davon habe die DAK-Gesundheit in einem Schreiben an ihre Versicherten angekündigt, man wolle im Oktober 2019 bereits Vertragspartner benennen, die ab Dezember 2019 die Stomaversorgung übernehmen könnten. Dem VVHC lägen aktuell allerdings keine Informationen vor, dass bereits ein Vertrag abgeschlossen wurde. Bertram: „Wir werden weiterhin alles daran setzen, um in unseren Verhandlungen mit der DAK-Gesundheit für alle Beteiligten eine bestmögliche Lösung zu erzielen.“

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Tobias Kurtz / 28.10.2019 - 13:40 Uhr

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