VVHC-Geschäftsführer Norbert Bertram fasste die Aktivitäten des Verbandes seit der letzten (digitalen) Mitgliederversammlung zusammen. In den Arbeitsgremien seien Vertragschecklisten für eine einheitliche Vertragsarbeit erstellt worden, teilt der VVHC mit.
In diesem Zusammenhang fordert der Verband: Das Vertragscontrolling der Kassen soll sich auf die Versorgungsqualität beziehen und nicht auf administrative Prüfungen. Die Qualität der Patientenversorgung soll in Verträgen vereinbart, von Leistungserbringern umgesetzt, von Krankenkassen kontrolliert und angemessen vergütet werden. Nicht einzelne Verträge mit einzelnen Unternehmen dürften der Benchmark für Vertragspreise sein, sondern der allgemeine Marktdurchschnitt inkl. der laufenden Kostensteigerungen.
Dass sich der kontinuierliche Einsatz für die Branche lohnt, habe das Klageverfahren mit der DAK im Bereich Trinknahrung sowie das Schiedsverfahren mit der Barmer im Bereich Stoma gezeigt. Beide Verfahren wurden letztendlich mit einem Vergleich beendet, mit denen die Mitgliedsunternehmen des VVHC zufrieden sein könnten.
Die Mitgliederzahlen des VVHC steigen. Seit April 2018 hat sich die Mitgliederzahl von 25 auf 76 verdreifacht – Tendenz steigend. Insgesamt vertritt der VVHC in Vertragsverhandlungen im Bereich Homecare über 900 Unternehmen.
Für das kommende Jahr stehe eine konsequente Vertragsarbeit weiterhin im Mittelpunkt, ebenso wie die Weiterführung der konstruktiven Gremienarbeit innerhalb des VVHC. Im Blickpunkt steht auch die Entwicklung in den Bereichen TI und eVerordnung, die der VVHC eng mit seinen Fördermitgliedern begleiten werde. Dabei gehe es um die Mitgestaltung einer zukunftssicheren und wirtschaftlichen Homecare-Versorgung in einem digitaler werdenden Umfeld.
Zum Abschluss der Mitgliederversammlung wurde der VVHC-Vorstand neu gewählt. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Thomas Piel, Geschäftsführer des RSR, stellte seinen Posten zur Verfügung. Zum neuen Vorstandsvorsitzenden wurde Frank Scheipers, Geschäftsführer der AKP Plus GmbH, gewählt.