Anlässlich des Tags des Naturschutzes am 28. Juli hat der Branchenverband „Wir versorgen Deutschland“ e.V. (WvD) eine digitale Awareness-Kampagne zum Thema Bürokratieabbau gestartet. Unter dem Leitgedanken „Wir versorgen Menschen, kein Papier“ adressiert die Initiative die zunehmende administrative Belastung im Versorgungsalltag von Sanitätshäusern.
Der Verband verknüpft dabei die Diskussion um Bürokratie gezielt mit dem Thema Nachhaltigkeit: Übermäßige Dokumentations- und Genehmigungsprozesse verursachten nicht nur hohen Zeitaufwand, sondern auch einen erheblichen Verbrauch an Papier und weiteren Ressourcen. Ein Abbau bürokratischer Hürden könne somit nicht nur die Versorgungssituation verbessern, sondern auch zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Rohstoffen beitragen.
Zugleich richtet sich die Kampagne mit klaren Forderungen an die Politik. Mit Blick auf das angekündigte Hilfsmittelmodernisierungs- und Bürokratieabbaugesetz fordert WvD konkrete und spürbare Entlastungen für die Versorgungspraxis. Im Fokus stehen insbesondere die Reduzierung von Dokumentations-, Genehmigungs- und Nachweispflichten sowie effizientere Prozessstrukturen.
„Bürokratie kostet nicht nur Zeit, sie bindet Ressourcen, die eigentlich für die Versorgung von Menschen gebraucht werden“, erklären die WvD-Generalsekretäre Kirsten Abel und Dr. Henning Schweer. „Die Hilfsmittelversorgung steht vor großen Herausforderungen, gerade auch vor dem Hintergrund der Kürzungen in Folge des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Eine rasche Entlastung beim Thema Bürokratie ist daher dringend geboten. Hierzu liegen von Seiten unserer Branche umfangreiche, konkrete Vorschläge an die Politik vor, etwa im Bereich Vertragswesen, Präqualifizierung und Prozessoptimierung.“
Bürokratieabbau als Beitrag zur Versorgungsqualität
Nach Auffassung des Verbands ist Bürokratieabbau ein zentraler Hebel zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens. Weniger Verwaltungsaufwand schaffe mehr Freiräume für Beratung, Anpassung und individuelle Patientenversorgung. Gleichzeitig könnten personelle und materielle Ressourcen effizienter eingesetzt werden. Davon profitierten sowohl die Leistungserbringer als auch Patientinnen und Patienten – und nicht zuletzt die Zukunftsfähigkeit der Hilfsmittelversorgung insgesamt.