GP: Herr Schäber, wieso setzt die ECE neben Shopping-Angeboten in Zukunft auf das Thema Gesundheit?
Marvin Schäber: Wir sehen Shopping-Center seit jeher als lebendige Marktplätze, die als zentral gelegene, hoch frequentierte Standorte neben den Shopping-Angeboten auch weitere Angebote und Dienstleistungen bieten. So gibt es an und in vielen Centern schon heute ergänzende Services wie etwa Büros und Arztpraxen, Stadtbüchereien, Kitas oder Behörden. Solche ergänzenden Nutzungen über das klassische Retail-Angebot hinaus wollen wir in Zukunft verstärkt an geeigneten Center-Standorten ansiedeln, um so die Mieterbasis und das Angebot in den Centern weiter auszubauen. Dabei spielen Konzepte aus dem Bereich Gesundheit eine wesentliche Rolle.
GP: Sind neben Neuss weitere Gesundheitszentren geplant?
Schäber: Wir können uns auch für andere Standorte gut vorstellen, dort medizinische Einrichtungen oder ganze Gesundheitszentren anzusiedeln und arbeiten für bestimmte Standorte an verschiedenen Ideen und Konzepten. Es muss aber immer individuell für jedes Center analysiert und entschieden werden, ob ein solches Konzept passend und sinnvoll ist.
GP: Welche Anbieter aus welchen Fachrichtungen werden neben Sanitätshäusern in das Gesundheitszentrum einziehen?
Schäber: Die einzelnen Anbieter stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Es sind aber Angebote aus einem breiten medizinischen Spektrum angedacht – von Facharztpraxen wie etwa Augenkliniken oder Plasmazentren über paramedizinische Einrichtungen wie Apotheken und Sanitätshäuser bis hin zu Tageskliniken und Pflegeangeboten.
GP: Was spricht für den Standort Neuss, dort dieses Pilotprojekt zu starten?
Schäber: Das Rheinpark-Center Neuss bietet sich als zentral gelegenes, in der Region etabliertes und stark frequentiertes Center sehr gut für zusätzliche Nutzungen aus dem medizinischen Bereich und damit für einen zusätzlichen Anziehungspunkt an. Zudem entwickelt sich das direkte Umfeld des Centers mit einer einzigartigen Quartiersentwicklung, in der Büros, Wohnungen und Freizeiteinrichtungen entstehen und neue Kundengruppen an den Standort bringen werden.
GP: Welche Zielgruppe möchten Sie mit dem Gesundheitszentrum ansprechen und welchen Effekt erhoffen Sie sich auf das restliche Shoppingcenter?
Schäber: Ziel des zusätzlichen Angebots durch das Gesundheitszentrum ist es, die Frequenzen im Center weiter zu steigern, die Verweildauer zu erhöhen und zusätzliche Kunden für das Rheinpark-Center zu gewinnen – für ein hochwertiges medizinisches Angebot nehmen Kunden auch weitere Anfahrtswege in Kauf. Im Ergebnis sollen sich beide Angebote optimal ergänzen und gegenseitig befruchten und Synergien sowohl für die Kundinnen und Kunden als auch für die Anbieter aus dem Shopping- und Gesundheitsbereich bieten – durch ein umfassendes, erweitertes Angebot an einem Ort.